DFB-Team im Newsticker

"Gewinnen zurzeit alles": Toni Kroos nennt seinen WM-Favoriten

Joshua Kimmich hält einen WM-Boykott für zu spät, Oliver Bierhoff hofft aufs Finale. Welche Prämien der deutschen Nationalmannschaft bei einer erfolgreichen Fußball-WM in Katar winken, erfahrt Ihr hier. Alle News zur Nationalmannschaft im Ticker.

Toni Kroos (Real Madrid)
Credit: Imago

Nicht Deutschland: Toni Kroos verrät seinen Favoriten auf den Titel

Mittwoch, 28. September: Selbst wird er zwar nicht mehr auf dem Rasen stehen, einen klaren Favoriten für die WM im Winter in Katar hat Toni Kroos trotzdem - und er heißt nicht Deutschland. "Brasilien", antwortete der 32-Jährige in seinem Podcast "Einfach mal Luppen" auf die Frage seines Bruders Felix. "Brasilien ist mein Top-Favorit." Dafür gebe "es natürlich eine Begründung". "Da sind drei, vier Jungs von uns (Real Madrid; Anm. d. Red.) dabei, die ich tagtäglich sehe und die sehr, sehr gut sind." Zumal die brasilianische Auswahl (seit Juli 2021 ungeschlagen) zuletzt "irgendwie alles gewinnt".

Zum ersten Mal seit der Europameisterschaft 2008 muss die deutsche Auswahl bei einem großen Turnier ohne Kroos auskommen. Der zentrale Mittelfeldspieler hatte im vergangenen Jahr nach dem verlorenen Achtelfinale bei der EM 2020 gegen England seine Nationalmannschaft-Karriere beendet. Insgesamt stehen 106 Länderspiele zu Buche. 

Fast eine halbe Million Euro: Diese Prämien winken den Nationalspielern

Sonntag, 25. September: Der DFB hat sich mit den Nationalspielern vor der WM in Katar über die Prämienregelung für das Turnier geeinigt. Das gab der Verband am Sonntag bekannt. Demnach sei die Prämienauszahlung "leistungsorientiert". Für den Gruppensieg würde jeder Spieler jeweils 50.000 Euro kassieren, das doppelte für das Erreichen des Viertelfinales. Sollte es die Mannschaft ins Halbfinale schaffen, winken 150.000 Euro. Der dritte Platz ist mit 200.000 Euro prämiert, der zweite Platz mit 250.000 Euro. Für den Gewinn der Weltmeisterschaft würde jeder Spieler 400.000 Euro erhalten - 50.000 Euro mehr als noch bei der WM 2018. 

Deutsche Nationalmannschaft
Deutsche Nationalmannschaft
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Diese Prämien-Staffelung haben DFB-Präsident Bernd Neuendorf, "Vize" Joachim Watzke und DFB-Geschäftsführer Holger Blask mit Ilkay Gündogan, Manuel Neuer, Thomas Müller und Joshua Kimmich, die die Mannschaft vertraten, ausgehandelt. Zum Vergleich: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft erhielt für ihren zweiten Platz bei der EM in diesem Jahr 30.000 Euro. Was Alphonso Davies mit seinen Prämien macht, erklärt er im Interview mit Sports Illustrated. 

Wegen Katar! Sportministerin Stefanie Drese fordert Boykott von WM-Partys

Donnerstag, 22. September: Mecklenburgs Sportministerin Stefanie Drese hat sich klar gegen WM-Partys in Deutschland ausgesprochen. Aufgrund der Menschenrechtsverletzungen in Katar ist der SPD-Politikern nicht zum Feiern zumute. Viele Gastronomen wollen ihr folgen.

Mecklenburgs Sportministerin Stefanie Drese
Mecklenburgs Sportministerin Stefanie Drese
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"Ich halte die Vergabe der WM nach Katar durch die Fifa für einen schweren Fehler. Vorfreude kommt bei mir überhaupt nicht auf", erklärte Sportministerin Drese gegenüber der "Ostsee-Zeitung".

Bundestrainer Flick gibt Entwarnung bei Musiala: "Wieder einsatzbereit"

Donnerstag, 22. September: Bundestrainer Hansi Flick blickt positiv auf das Nations-League-Spiel am Freitag gegen Ungarn in Leipzig. Mittelfeldspieler Jamal Musiala ist nach dem Zusammenprall mit Thomas Müller im Training wieder einsatzbereit. "Jamal ist immer eine sehr gute Option. Er hat es im Training sehr gut gemacht, man hat ihm seine Blessur nicht angemerkt. Er ist voll belastbar und einsatzfähig. Er wird uns morgen helfen können", erklärte Flick. 

"Jamal ist variabel einsatzbar. Er hat eine Komplettheit, die uns sehr gut tut. Er kann sehr gut mit dem Ball umgehen, besonders in engen Räumen", so der Bundestrainer. Im Tor wird Marc-André ter Stegen Stammtorhüter Manuel Neuer im Kasten gegen Ungarn ersetzen, der am Mittwoch positiv auf Covid19 getestet wurde. Sowohl Neuer als auch Bayern-Teamkollege Leon Goretzka sind bereits nach München zurückgereist. 

Bundestrainer Hansi Flick (Deutschland)
Bundestrainer Hansi Flick (Deutschland)
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Flick reagiert erneut: Arnold stößt zum DFB-Team – Brandt verlässt Quartier

Mittwoch, 21. September: Bundestrainer Hansi Flick hat Maximilian Arnold für die kommenden beiden Nations-League-Spiele nachnominiert. Der Wolfsburger nimmt damit den Kaderplatz von Leon Goretzka ein, der nach einem positiven Coronatest wie Bayern-Teamkollege Manuel Neuer abreiste. Für Neuer berief Flick bereits Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim.

Währenddessen musste auch Julian Brandt das Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Frankfurt krankheitsbedingt verlassen. Der Dortmunder wurde laut DFB zwar negativ auf das Coronavirus getestet worden, müsse jedoch wegen "eines grippalen Infekts" abreisen. 

Positiver Coronatest: Neuer und Goretzka reisen ab – Flick nominiert Baumann nach

Mittwoch, 21. September: Die deutsche Nationalmannschaft muss bei den Nations-League-Gruppenspielen gegen Ungarn und England auf Manuel Neuer und Leon Goretzka verzichten. Beide haben wegen eines positiven Coronatests das Team-Quartier der DFB-Elf in Frankfurt/Main bereits verlassen.

Bundestrainer Hansi Flick hat auf den Ausfall Neuers bereits reagiert und Hoffenheim-Torhüter Oliver Baumann nachnominiert. Deutschland trifft am Freitag (20.45 Uhr) im Rahmen der Nations League zunächst in Leipzig auf Ungarn, am Montag (20.45 Uhr) gastiert die Nationalmannschaft bei Rivale England in Wembley.

Gegen Diskriminierung: Neuer trägt besondere Kapitänsbinde bei WM

Mittwoch, 21. September: Unter dem Motto "One Love" hat der DFB die neue Kapitänsbinde für die WM in Katar vorgestellt. Demnach wird Spielführer Manuel Neuer die Nationalmannschaft beim Turnier mit einer speziellen Armbinde auf den Rasen führen. Diese ziert ein Herz in bunten Farben und mit der Aufschrift "1 Love".

Neuer erklärt: "Der Fußball muss für alle da sein, die sich diskriminiert und ausgeschlossen fühlen, überall auf der Welt." Die Kampagne, die von einem UEFA-Arbeitskreis initiiert worden war, ist eine gemeinsame Aktion der Nationalmannschaften aus England, der Niederlande, Belgien, Schweiz, Wales, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland.

DFB-Kapitän Manuel Neuer (Deutschland)
DFB-Kapitän Manuel Neuer (Deutschland)
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Kimmich "hat extrem Lust" auf WM – und hält Boykott für "zu spät"

Dienstag, 20. September: Die WM in Katar bleibt auch wenige Wochen vor dem Start umstritten, die Rufe nach einem Boykott werden nicht leiser. Bayern-Profi Joshua Kimmich kann die Diskussion verstehen, nennt Punkte wie Menschenreche oder die unwürdigen Arbeitsbedingungen - erklärt aber auch: "Auf eine WM hat als Fußballspieler natürlich extreme Lust."

Für einen Boykott sei man "einfach zwölf Jahre zu spät dran", meint der Mittelfeldspieler. Der 27-Jährige führt aus: "Es wäre wichtig gewesen, dass man sich vorher Gedanken darüber macht, was ist wichtig für ein Land, das sich bewirbt, und wie müssen da die Voraussetzungen sein.“"Die Missstände in Katar, so Kimmich, "gab es vorher schon".

Franziska Wülle souverän: Neue DFB-Pressesprecherin feiert Premiere

Dienstag, 20. September: Franziska Wülle und der DFB schreiben Geschichte. Die 30 Jahre alte Journalistin ist die erste Frau überhaupt, die als Pressesprecherin bei der Nationalmannschaft arbeitet. Nachdem sie im Juni vorgestellt wurde, gab sie am Dienstag zunächst neben DFB-Direktor Oliver Bierhoff, später neben Joshua Kimmich, bei der Pressekonferenz in Frankfurt/Main ihren Einstand – und meisterte diesen souverän.

"Mich haben direkt ihre Intelligenz und ihr schnelles Reagieren sehr beeindruckt, sie hat eine klare Haltung", erklärte Bierhoff gegenüber "Bild". In den vergangenen Jahren arbeitete Wülle beim WDR und "sportschau.de" bevor der Wechsel zum DFB erfolgte. Damit begleitet Wülle die deutsche Auswahl auch zur WM nach Katar.

Bierhoff wünscht sich WM-Finale: DFB-Team "auf gutem Weg"

Dienstag, 20. September: DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat der deutschen Nationalmannschaft knapp zwei Monate vor Beginn der WM eine positive Zukunft prognostiziert. "Mentalität, Qualität der Spieler und ein Toptrainer machen mir Hoffnung", befand Bierhoff in Frankfurt/Main.

Das Team von Bundestrainer Hansi Flick sei auf "einem guten Weg", so der 54-Jährige – der gleichzeitig die Ziele für die WM vorgab. "Eine deutsche Nationalmannschaft muss immer die Ambition haben, ein Turnier zu gewinnen", verdeutlichte Bierhoff. "Was wir uns wünschen, ist klar, am 18. Dezember im Finale zu stehen."

Fußball-WM - Stadien in Katar

  • Lusail Stadium (Lusail City) - 80.000 Zuschauer / Baujahr 2017
  • Stadium 974 (Doha) - 40.000 Zuschauer / Baujahr 2021
  • al-Bayt Stadium (al-Chaur) - 60.000 Zuschauer / Baujahr 2014
  • al-Thumama Stadium (Doha) - 40.000 Zuschauer / Baujahr 2021
  • Khalifa International Stadium (al-Rayyan) - 45.416 Zuschauer / Baujahr 1976
  • Ahmed bin Ali Stadium (al-Rayyan) - 40.000 Zuschauer / Baujahr 2003
  • al-Janoub Stadium (al-Wakra) - 40.000 Zuschauer/ Baujahr 2014
  • Education City Stadium (al-Rayyan) - 40.000 Zuschauer / Baujahr 2016
  • Alle Fußball-Weltmeister seit 1930

2018    Frankreich (2.)
2014    Deutschland (4.)
2010    Spanien (1.)
2006    Italien (4.)
2002    Brasilien (5.)
1998    Frankreich (1.)
1994    Brasilien (4.)
1990    Deutschland (3.)
1986    Argentinien (2.)
1982    Italien (3.)
1978    Argentinien (1.)
1974    Deutschland (2.)
1970    Brasilien (3.)
1966    England (1.)
1962    Brasilien (2.)
1958    Brasilien (1.)
1954    Deutschland (1.)
1950    Uruguay (2.)
1938    Italien (2.)
1934    Italien (1.)
1930    Uruguay (1.)

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