Fußball-WM im Newsticker

WM im News-Ticker: Journalist darf wegen Regenbogen-Shirt nicht ins Stadion

Die Fußball-WM findet vom 20. November bis 18. Dezember 2022 in Katar statt und polarisiert weiterhin. Ein amerikanischer Journalist darf wegen eines Regenbogen-Shirts nicht in Stadion - und wird sogar festgehalten. Alle WM-News im Ticker.

Sicherheitsbeamte bei der WM 2022 in Katar halten Journalisten fest wegen Shirt
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Wegen Regenbogen-Shirt: US-Journalist wird vor Stadion festgehalten

Dienstag, 22. November: Die Konflikte um Symbolik bei der WM 2022 in Katar reißen nicht ab. Beim Spiel zwischen den Niederlanden und Senegal wird dem US-Journalisten Grant Wahl vor dem Stadion der Zutritt verweigert. Der Grund: Wahl trägt ein T-Shirt mit Regenbogenfarben als Unterstützung für die LGBTQ-Community. Die Sicherheitskräfte sollen den Journalisten aufgefordert haben, das Shirt auszuziehen, da es "nicht erlaubt" sei. 

Wahl setzte einen Tweet ab. Daraufhin soll ihm ein Sicherheitsbeamter sein Handy aus der Hand gerissen haben, erklärt der Amerikaner. Auch Andrew Das, ein Reporter der New York Times und Freund von Wahl, soll festgehalten worden sein. Nach knapp einer halben Stunde durften die beiden Journalisten dann gehen - mitsamt einer Entschuldigung der Sicherheitskräfte und der FIFA. Man habe Wahl nur vor Fans im Stadion schützen wollen, die ihn wegen des Shirts hätten angreifen können.

FIFA verbieten "Love"-Trikots von Belgien

Dienstag, 22. November: Die FIFA hat einen Schriftzug auf den Auswärtstrikots von Belgien bei der WM 2022 in Katar verboten. Demnach müssen die Belgier das Wort "Love" vom Kragen der Trikots entfernen. Das gab der belgische Verband bekannt und kündigte an, den Schriftzug zu überkleben.

Die belgischen Auswärtstrikots mit dem Schriftzug "Love" werden von der FIFA verboten
Die belgischen Auswärtstrikots mit dem Schriftzug "Love" werden von der FIFA verboten
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Nach Informationen der Sportschau geht die FIFA hier jedoch nicht aus politischen sondern kommerziellen Motiven vor. Belgien hat das Trikot in Kooperation mit Adidas und dem Musik-Festival "Tomorrowland" auf den Markt gebracht. Der Schriftzug "Love" steht demnach in werblichen Zusammenhang mit dem Festival.

Verbände geben nach: Keine "One Love"-Kapitänsbinde

Montag, 21. November: Harry Kane, Virgil van Dijk und Co. werden England, respektive die Niederlande bei der WM nicht mit der "One Love"-Kapitänsbinde aufs Feld führen. Das gab zunächst KNVB, der niederländische Verband, und wenig später die FA, der englische Verband, bekannt. "Wir stehen zur "One Love"-Botschaft und werden diese weiter verbreiten, aber unsere oberste Priorität ist es, Spiele zu gewinnen", heißt es von Seiten der Niederlande. "Da möchte man nicht, dass der Kapitän das Spiel mit einer Gelben Karte beginnt." 

 

Harry Kane (England) mit der "One Love"-Binde
Harry Kane (England) mit der "One Love"-Binde
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Die "One Love"-Kampagne war eine gemeinsame Aktion von Deutschland, England, den Niederlanden, Belgien, Schweiz, Wales, Frankreich, Dänemark und Norwegen und Schweden (beide nicht für die WM qualifiziert). Die Kapitäne der jeweiligen Nationen - auch Manuel Neuer - hatten angekündigt, zu den WM-Spielen eine spezielle Binde mit Regenbogenfarben zu tragen, um sich für Vielfalt und gegen Diskriminierung einzusetzen.

Nachdem die FIFA bereits angekündigt hatte, die Verbände für das Tragen mit Strafgeldern zu sanktionieren, wurde zuletzt mit Gelben Karten für die Kapitäne gedroht. Wegen der Sorge vor sportlichen Folgen gaben die beteiligten Verbände nun nach und veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung. "Als nationale Verbände können wir unsere Spieler nicht in eine Lage bringen, dass ihnen sportliche Sanktionen wie Sperren drohen." Frankreichs Kapitän Hugo Lloris hatte bereits vergangene Woche bekannt gegeben, die Binde aus "Respekt für die Kultur in Katar" nicht zu tragen.

Jetzt doch! Striktes Bierverbot in und um Stadien in Katar

Freitag, 18. November: Was viele befürchtet haben, ist eingetreten. WM-Gastgeber Katar setzt kurz vor der Eröffnung der Fußball-WM ein Verbot von alkoholischem Bier rund um alle Stadien durch. Kurz vor dem Auftaktspiel am Sonntag ist die vereinbarte Aufweichung des Alkoholverbots gekippt worden.

Das berichtet die "Times". Ein FIFA-Funktionär bestätigte diese Entscheidung gegenüber der "New York Times". Der Weltfußball-Verband erklärte aber, dass es in den Stadion sowie in den FIFA-Fanzonen alkoholfreies Bier der US-Marke Budweiser zu kaufen gibt. Die WM-Organisatoren äußersten sich nicht zu diesem Thema. 

Eine Ausnahme wird es trotzdem geben. Bier und andere Getränke, darunter ein offizieller FIFA-Champagner und eine Reihe von ausgewählten Weinen, werden weiterhin in den VIP-Logen des Stadions zu bekommen sein - für FIFA-Funktionären und wohlhabende Gäste.

Prognose: Neymar und Brasilien werden Weltmeister

Freitag, 18. November: Brasilien wird Weltmeister. Zumindest, wenn es nach "Gracenote" geht. Das Statistikunternehmen hat eine komplexe Simulation jedes einzelnen Spiels der WM 2022 durchgeführt und damit eine Prognose zur das Turnier errechnet. 

Das Ergebnis: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent macht Brasilien das Rennen. Zu 16 Prozent wird Argentinien um Lionel Messi Weltmeister. Die besten europäischen Mannschaften in der Berechnung sind Spanien und die Niederlande bei sieben Prozent. Frankreich kann zu fünf Prozent den Titel verteidigen. Deutschlands Chancen sind bei drei Prozent gering.

Krönt er sich bald zum Weltmeister? Neymar (Brasilien)
Krönt er sich bald zum Weltmeister? Neymar (Brasilien)
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Offiziell: Sadio Mané verpasst Fußball-WM

Freitag, 18. November: Jetzt herrscht Klarheit. Sadio Mané verpasst die WM 2022 in Katar. Nachdem sich der Angreifer beim 6:1 des FC Bayern gegen Werder Bremen verletzt hatte, vermeldeten mehrere Medien das WM-Aus des 30-Jährigen. Trotz der Verletzung am Wadenbeinköpfchen wurde Mané in den Kader des Senegals berufen. Der amtierende Afrika-Cup-Sieger hoffte auf eine schnelle Genesung - die nicht eingetroffen ist.

Neben dem Senegal bestätigte auch der FC Bayern das WM-Aus von Mané. Der frühere Liverpool-Star wurde bereits am Donnerstagabend in Innsbruck operiert. Medienberichten zufolge könnte Mané für fast drei Monate ausfallen.

Nach Eklat um dänischen Reporter: WM-Beamte entschuldigen sich

Donnerstag, 17. November: Nachdem Sicherheitsbeamte in Doha gedroht hatten, eine Kamera zu zertrümmern, die für einen Bericht des dänischen Fernsehsenders TV2 verwendet wurde, haben sich die katarischen WM-Beamten bei dem Fernsehsender entschuldigt und die Auseinandersetzung als Fehler bezeichnet.

"Nach der Überprüfung der gültigen Turnierakkreditierung und der Drehgenehmigung des Teams entschuldigte sich das Sicherheitspersonal vor Ort bei dem Fernsehteam, bevor es seine Tätigkeit wieder aufnahm", so die Organisatoren laut "Associated Press".

Während eines Live-Berichts für TV2 wurde der Reporter Rasmus Tantholdt von Beamten unterbrochen, die versuchten, die Dreharbeiten zu stoppen, indem sie die Kameralinse blockierten und dann drohten, die Kamera zu zerschlagen, obwohl Tantholdt seine Legitimation als Medienvertreter vorzeigte.

"Dem Team wurde unverblümt mitgeteilt, dass ihre Kameras zerstört würden, wenn sie nicht aufhörten zu filmen", so TV2 auf seiner Website. "Dies geschah, obwohl das Team von TV2 die richtigen Akkreditierungen erworben hatte und von einem öffentlichen Ort aus berichtete."

Weiterhin verletzt: Mané verpasst erste Spiele

Mittwoch, 16. November: Sadio Mané wird die ersten Spiele der WM verpassen. "Wir müssen uns darauf einstellen, die ersten Spiele ohne Sadio zu spielen", sagte Senegals Verbandsvizepräsident Abdoulaye Sow gegenüber "L'Equipe". "Wir dürfen nicht zu viel jammern."

Mané hatte sich beim letzten Spiel des FC Bayern in diesem Jahr am Wadenbeinköpfchen verletzt. Bereits in der ersten Hälfte musste der 30-Jährige vergangene Woche beim 6:1 gegen Bremen ausgewechselt werden. Zunächst berichteten mehrere Medien von einem WM-Aus, der Angreifer wurde jedoch trotz Verletzung in den 26-Mann-Kader berufen. Sein erstes Spiel bestreitet der Senegal am Montag (17 Uhr) gegen die Niederlande - ohne Mané.

Frankreich: Nkunku verpasst WM - Kolo Muani nachnominiert

Mittwoch, 16. November: Christopher Nkunku fährt nicht mit zur WM. Der 25-Jährige hat sich am Dienstag im Training der französischen Nationalmannschaft verletzt und bei einem Zweikampf mit Eduardo Camavinga eine Verstauchung im Knie zugezogen. Damit verpasst der aktuell beste Torjäger der Bundesliga (zwölf Treffer) das Turnier in Katar.

Im Gegenzug dazu darf sich ein anderer Bundesliga-Star den WM-Traum erfüllen: Für Nkunku wurde Randal Kolo Muani (23) nachnominiert. Das gab der französische Verband am Mittwoch bekannt. Der Eintracht-Stürmer (fünf Bundesliga-Tore) kommt bislang auf zwei Kurzeinsätze für Frankreich. Der Titelverteidiger startet am Dienstag (20 Uhr) gegen Australien ins Turnier.

FIFA verbietet Dänemark Trainings-Shirts mit "Human Rights for All"-Aufschrift

Freitag, 11. November: Das Nationalteam Dänemarks, das im Vorfeld der Fußball-WM in Katar angekündigt hatte, mittels Botschaften auf den Trainings-Shirts auf die missliche Menschenrechtslage im Gastgeberland aufmerksam zu machen (weswegen zwei Sponsoren bereits zustimmten, auf ihr Logo auf den Trikots zu verzichten), wird nun nicht wie geplant in Trikots trainieren dürfen, die die Aufschrift "Human Rights for All" (dt.: Menschenrechte für alle) tragen.

Wie der Präsident des dänischen Fußballverbandes (DBU), Jakob Jensen, der Nachrichtenagentur Ritzau am Donnerstag mitteilte, sei eine entsprechende Anfrage um Erlaubnis zum Tragen dieser Shirts von der FIFA "negativ" beantwortet worden. "Wir bedauern das, aber wir müssen es berücksichtigen", so Jensen.

Die FIFA hatte alle an der WM teilnehmenden Teams bereits in der vorigen Woche in einem Schreiben aufgefordert, sich "auf den Fußball zu konzentrieren".

Der dänische Fußballverband hält den Slogan nicht für eine politische Botschaft. Jakob Jensen erklärte: "Wir glauben, dass die Botschaft 'Menschenrechte für alle' universell ist und keine politische Forderung, sondern etwas, das jeder unterstützen kann."

Um Geldstrafen und Sanktionen zu vermeiden, wird sich der DBU nun allerdings an das Verbot der FIFA halten und ohne den Slogan auf den Trikots trainieren.

Das WM-Gastgeberland Katar steht ob seiner Minderschätzung elementarer Menschenrechte und seines schlechten Umgangs mit Frauen, ausländischen Arbeitskräften und Vertreter*innen der LGBTQ+-Szene seit Jahren schwer in der Kritik.

Schock für Sadio Mané: WM-Traum geplatzt?

Mittwoch, 9. November: Sadio Mané wird die WM 2022 in Katar aller Voraussicht nach verpassen. Das vermeldeten mehrere Medien, unter anderem "L'Equipe" und "BILD". Der Senegalese hatte sich am Dienstagabend im Spiel des FC Bayern München gegen Werder Bremen (6:1) am Knöchel verletzt und musste bereits nach 20 Minuten ausgewechselt werden. Für ihn kam Leroy Sané ins Spiel.

Nach der Partie sagte FCB-Trainer Julian Nagelsmann der 30-Jährige hätte einen "Schlag aufs Schienbeinköpfchen" abbekommen. Eine offizielle Diagnose soll im Laufe des Tages veröffentlicht werden, offenbar dann mit schlechten Nachrichten für Senegal und Rekordtorschütze Mané (34 Tore).

Senegal trifft in der Vorrunde der WM in Gruppe A auf Gastgeber Katar, Ecuador und die Niederlande. 

Rückschlag für Argentinien: Lo Celso verpasst offenbar WM in Katar

Dienstag, 8. November: Argentinien muss Berichten zufolge auf Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso bei der Fußball-WM verzichten. Das berichteten "TyCSports" sowie die Sportzeitung "Olé". "Numerisch können wir ihn ersetzen, fußballerisch aber nicht", erklärte Argentinien-Trainer Lionel Scaloni.

Lo Celso hatte sich am vergangenen Wochenende eine Verletzung zugezogen. Beim 0:1 von Villarreal gegen Athletic Bilbao musste er nach 24 Minuten mit einem Riss in der Beinmuskulatur ausgewechselt werden. Die Verletzung von Lo Celso könnte die WM-Chance für Exequiel Palacios von Bayer 04 Leverkusen sein. Am 14. November wird Scaloni seinen 26-Mann-Kader für die WM bekanntgeben.

Fußball-Nationalmannschaft von Argentinien
Fußball-Nationalmannschaft von Argentinien
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Katars WM-Botschafter Khalid Salman mit Skandal-Aussage

Montag, 7. November: Die WM 2022 in Katar steht in der Kritik, seit das Land als Austragungsort bekanntgegeben wurde. Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm wegen des Umgangs mit Arbeitsmigranten, fehlenden Frauenrechten und dem Verbot der Homosexualität. Wenn jemand als homosexuell erkannt wird, droht sogar die Todesstrafe. Zwar will Katar sich bessern, aber WM-Botschafter Khalid Salman sorgt für einen Skandal. 

In der ZDF-Reportage "Geheimsache Katar" erklärt Salman in einem Interview, dass Schwulsein "haram" sei. "Haram" bedeutet im Arabischen verboten oder unrechtmäßig. Außerdem fügte Salam hinzu, dass Homosexualität "ein geistiger Schaden" ist. Der Queerbeauftragte der Bundesregierung forderte einen Teil-Boykott der Fußball-WM in Katar. "Dafür können wir alle sorgen: nicht anschauen, nicht hinfahren, keinen Merchandise kaufen", erklärte Sven Lehmann im ZDF.

ZDF-Reporter Jochen Breyer und Katars WM-Botschafter Khalid Salman
ZDF-Reporter Jochen Breyer und Katars WM-Botschafter Khalid Salman
Credit: ZDF
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Chelsea-Star Ben Chilwell droht WM-Aus

Donnerstag, 3. November: Der englische Außenverteidiger Ben Chilwell muss um seine WM-Teilnahme bangen, nachdem er sich in der Champions-League-Partie zwischen Chelsea und Dinamo Zagreb am hinteren Oberschenkel verletzte. Kurz vor Abpfiff ging der Linksverteidiger an der Seitenlinie mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und konnte das Feld nicht mehr von allein verlassen.

Trainer Graham Potter äußerte sich nach dem Spiel besorgt: "Wenn er sich so krümmt, ist das besorgniserregend. Wir müssen ihn untersuchen, aber im Moment sieht es nicht gut aus." Chilwell gilt als fester Bestandteil der "Three Lions" und sollte mit Luke Shaw um einen Stammplatz auf der linken Seite konkurrieren.

Heung-min Son bangt um WM: Tottenham-Ass wird operiert

Donnerstag, 3. November: Premier-League-Star Heung-min Son muss sich knapp drei Wochen vor WM-Beginn einer Operation im Gesicht unterziehen. Der Kapitän der südkoreanischen Nationalmannschaft musste beim Champions-League-Spiel zwischen Tottenham Hotspur und Olympique Marseille verfrüht ausgewechselt werden, nachdem er sich bei einem Kopfball im Gesicht verletzt hatte.

Wie Tottenham Hotspur am Mittwoch mitteilte, ist der Eingriff notwendig, um "einen Bruch rund um sein linkes Auge zu stabilisieren." Ob Son rechtzeitig zur WM-Endrunde wieder fit wird, ist im Moment unklar.

Heung-min Son (Tottenham Hotspur) im Duell mit Ben Chilwell (FC Chelsea)
Heung-min Son (Tottenham Hotspur) im Duell mit Ben Chilwell (FC Chelsea)
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Fast 100 Millionen Euro mehr als noch 2018: FIFA veröffentlicht Prämienausschüttung

Mittwoch, 2. November: Die FIFA hat wenige Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft in Katar die möglichen Prämien für die teilnehmenden Nationen bekannt gegeben. Demnach schüttet der Weltverband insgesamt etwa 444 Millionen Euro aus. Bei der WM 2018 in Russland waren es noch 338 Millionen Euro.

Allein für die Vorbereitung auf die Endrunde bekam jede der 32 teilnehmenden Nationen je 1,5 Millionen Euro. Für die Plätze 17 bis 32 gibt es jeweils neun Millionen Euro, das Erreichen der Plätze 9 bis 16 prämiert mit die FIFA mit je 13 Millionen Euro. Vier Millionen Euro mehr kassieren dann die Nationen auf Platz 5 bis 8. Der Vierte der WM darf sich über 25 Millionen Euro freuen, der Dritte erhält 27 Millionen Euro.

Die beiden Nationen, die es dann ins Finale schaffen, haben mindestens 30 Millionen Euro als Prämie für die Vize-Weltmeisterschaft sicher. Gelingt der große Wurf gehen neben der Trophäe auch 42 Millionen Euro FIFA-Prämie an den neuen Weltmeister.

Als erster WM-Teilnehmer: Australien kritisiert Katar 

Donnerstag, 27. Oktober: Als erster WM-Teilnehmer hat Australien das Gastgeberland Katar offiziell kritisiert. In einem Statement des australischen Fußballverbandes und einem Video der Spieler wird insbesondere die Situation von Wanderarbeitern und der LGBTI+-Community im Emirat adressiert.

In dem Statement heißt es, dass man die "bedeutenden Fortschritte und Gesetzesreformen" in Bezug auf die Arbeitnehmerrechte anerkenne, jedoch auch von dem "Leid der Wanderarbeiter" erfahren habe und zu einer Fortsetzung des "Wegs der Reform" ermutige. Die Spieler forderten außerdem die "Entkriminalisierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen."

Portugal-Star Diogo Jota verpasst Fußball-WM

Dienstag, 18. Oktober: Nationalspieler Diogo Jota aus Portugal wird die Fußball-WM in Katar wegen einer Verletzung verpassen. Das bestätigte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp, der von einem mehrmonatigen Ausfall ausgeht. 

Jota zog sich am vergangenen Wochenende beim 1:0-Sieg gegen Manchester City eine Wadenverletzung zu. "Das ist eine sehr traurige Nachricht für den Jungen - und natürlich auch für uns und für Portugal", sagte Klopp. Sein Spieler muss aber nicht operiert werden.

Rassismus-Skandal: Brasilianischer Nationalspieler mit Banane beworfen

Mittwoch, 28. September: Beim Testspiel zwischen Rekordweltmeister Brasilien und Tunesien (5:1) in Paris ist es zur einem Rassismusvorfall gekommen. Der brasilianische Nationalspieler Richarlison ist während des Spiels mit einer Banane beworfen worden. Das teilte der brasilianische Verband CBF bei Twitter mit.

"Nach Brasiliens zweitem Tor wurde Richarlison mit einer Banane beworfen. Die CBF bekräftigt ihre Haltung gegen Diskriminierung und weist diesen Vorfall von Rassismus im Fußball entschieden zurück", erklärte der brasilianische Verband. Der 25-Jährige hatte den zweiten Treffer gegen Tunesien erzielt. Als er sein Tor bejubelte, wurde eine Banane von der Tribüne geworfen, die Richarlison verfehlte. 

Richarlison (Brasilien)
Richarlison (Brasilien)
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Sowohl Brasilien als einer der Topfavoriten als auch Tunesien nehmen an der Fußball-WM in Katar teil. Vor dem Spiel hatte sich die Nationalmannschaft von Brasilien hinter einem Schild versammelt, auf dem stand: "Ohne unsere schwarzen Spieler hätten wir keine Sterne auf unserem Trikot." Brasilien ist mit fünf Titeln Rekordweltmeister und gewann 1958, 1962, 1970, 1994 sowie 2002.

Van Gaal verbannt Tim Krul: "Das ist die Konsequenz"

Donnerstag, 22. September: Bei der WM 2014 war er noch der gefeierte Held, dieses Jahr muss er die Weltmeisterschaft von zuhause aus verfolgen: Tim Krul hat vorerst keine Zukunft mehr in der niederländischen Nationalmannschaft. Das bestätigte Bondscoach Louis van Gaal gegenüber der Zeitung AD vor der Nations-League-Partie gegen Polen (2:0).

Der Hintergrund: Der Torhüter von Norwich City war für die Länderspiele im September zwar nicht nominiert worden, erhielt aber trotzdem eine Einladung für ein spezielles Elfmeter-Training am Campus der niederländischen Nationalmannschaft. "Krul hat mich angerufen, um mir mitzuteilen, dass er passen wird", erklärte van Gaal - und reagierte prompt: "Es gibt keine Zukunft für ihn bei Oranje, weil er nicht kommen wollte. Das ist die Konsequenz aus seiner Entscheidung." 2014 in Brasilien war Krul von Gaal für das Elfmeterschießen gegen Costa Rica eingewechselt worden und parierte im Anschluss den entscheidenden Strafstoß. 

Louis van Gaal, Nationaltrainer der Niederlande
Louis van Gaal, Nationaltrainer der Niederlande
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Social-Media-Star: So viele Millionen verdient Ronaldo mit Instagram-Post

Mittwoch, 21. September: Cristiano Ronaldo bleibt auch vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar der einflussreichste Fußballspieler auf Instagram – und lässt dabei seinen Rivalen Lionel Messi und dessen Teamkollegen Neymar hinter sich. 

Laut einer Analyse, die das englische Unternehmen Nielsen Gracenote urchgeführt hat, bringt ein Post des Angreifers von Manchester United durchschnittlich knapp 3,5 Millionen US-Dollar ein. Eine Hausnummer, mit der Ronaldo im Ranking PSG-Profis Messi und Neymar aussticht. 

Guus Hiddink gibt Kurz-Comeback auf Australiens Trainerbank

Dienstag, 20. September: Ex-Nationaltrainer Guus Hiddink kehrt für ein Spiel auf die Bank der Nationalmannschaft von Australien zurück. Der 75-Jährige ist beim WM-Test gegen Neuseeland als Assistent von Chefcoach Graham Arnold tätig. "Arnie hat mich angerufen. Es war keine Frage. Er hat gesagt: Ich möchte, dass Du kommst" erklärte Hiddink. "Ich habe keine Sekunde gezögert und gesagt: Ich komme."

Hiddink war 2006 Trainer von Australien während der Fußball-WM in Deutschland, Arnold war damals sein Assistent. Vier Jahre zuvor hatte Hiddink den damaligen Co-Gastgeber Südkorea überraschend ins WM-Halbfinale geführt, wo es ein 0:1 gegen Deutschland gab. Bei der WM in Katar spielt Australien in der Vorrundengruppe D gegen Weltmeister Frankreich, Tunesien und Dänemark. 

Fußball-WM - Stadien in Katar

  • Lusail Stadium (Lusail City) - 80.000 Zuschauer / Baujahr 2017
  • Stadium 974 (Doha) - 40.000 Zuschauer / Baujahr 2021
  • al-Bayt Stadium (al-Chaur) - 60.000 Zuschauer / Baujahr 2014
  • al-Thumama Stadium (Doha) - 40.000 Zuschauer / Baujahr 2021
  • Khalifa International Stadium (al-Rayyan) - 45.416 Zuschauer / Baujahr 1976
  • Ahmed bin Ali Stadium (al-Rayyan) - 40.000 Zuschauer / Baujahr 2003
  • al-Janoub Stadium (al-Wakra) - 40.000 Zuschauer/ Baujahr 2014
  • Education City Stadium (al-Rayyan) - 40.000 Zuschauer / Baujahr 2016

Alle Fußball-Weltmeister seit 1930

2018    Frankreich (2.)
2014    Deutschland (4.)
2010    Spanien (1.)
2006    Italien (4.)
2002    Brasilien (5.)
1998    Frankreich (1.)
1994    Brasilien (4.)
1990    Deutschland (3.)
1986    Argentinien (2.)
1982    Italien (3.)
1978    Argentinien (1.)
1974    Deutschland (2.)
1970    Brasilien (3.)
1966    England (1.)
1962    Brasilien (2.)
1958    Brasilien (1.)
1954    Deutschland (1.)
1950    Uruguay (2.)
1938    Italien (2.)
1934    Italien (1.)
1930    Uruguay (1.)

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Traditioneller Termin des FC Bayern:  Am Nockherberg findet das Lederhosen-Fotoshooting von Paulaner statt. Dafür tauschen die Spieler das Trikot gegen die bayerische Tracht. Ein besonderer Termin speziell für die Neuzugänge Sadio Mané, Matthijs de Ligt, Noussair Mazraoui, Ryan Gravenberch und Mathys Tel.