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NFL spannend wie nie! Warum jedes Team den Super Bowl gewinnen kann

Die Wild-Card-Spiele der NFL-Playoffs stehen fest. Sports Illustrated erklärt, welche Teams die besten Chancen in den Playoffs haben, den Super Bowl LVIII zu gewinnen. Aber alle Teams sind fast auf Augenhöhe und können alle anderen Mannschaften schlagen.

Brock Purdy von den San Francisco 49ers
Credit: Getty Images

So spannend war es in den NFL-Playoffs lange nicht. Sports-Illustrated-Redakteur und Football-Experte Albert Breer schlüsselt alle 14 Teams auf, einschließlich ihres X-Faktors, ihrer Schwachpunkte und der unter dem Radar spielenden Profis sowie der großen Unbekannten.

AFC

1. Baltimore Ravens

Abschluss der Division: Erster, AFC North

Warum sie alles gewinnen werden: Beginnen wir mit Lamar Jackson, der eine überragende Saison spielt. Außerdem haben Ravens einen Vorsprung in der Verteidigung. Mit Odell Beckham Jr. und Zay Flowers sind sie so gute Wide Receiver wie seit Jahren nicht mehr. Isaiah Likely hat Mark Andrews gut vertreten. Nachdem Baltimore in der Weihnachtsnacht die 49ers besiegte, sagte Linebacker Patrick Queen: "Wir sind ein physisches und aggressives Team. Ich glaube, dass unser Football allen anderen überlegen ist."

X-Faktor: Die defensiven Tackles sind die unbesungenen Helden der Verteidigung von Trainer Mike Macdonald. Für viele andere Teams, die Defizite im Angriff haben, wird das Duo Michael Pierce und Justin Madubuike zum Problem. Der gewaltige 355 Pfund schwere Pierce räumt als Defensive Tackle alles aus dem Weg. Mittlerweile hat sich der 26-jährige Madubuike auch zu einem der Top-Verteidiger in der NFL entwickelt.

Schwachpunkt: Es ist schwer, einen zu finden, aber manche Experten sagen, dass das Alter in der Offensivline mit den Tackles Ronnie Stanley und Morgan Moses sowie dem Guard Kevin Zeitler ein Faktor sein könnte.

"Under-the-Radar"-Spieler: Isaiah Likelys Saisonstatistik mit 30 Fängen für 411 Yards und fünf Touchdowns ist nicht überragend. Aber 21 dieser Fänge und 322 dieser Yards sowie alle fünf Punkte waren in den sechs Spielen, seit sich Mark Andrews am Knöchel verletzte.

Große Unbekannte: Auch hier muss man wirklich suchen. Wenn es eine gibt, dann ist es wahrscheinlich die Art und Weise, wie sie spät in einem engen Spiel gegen einen Top-Gegner antreten Aber letztlich haben sie alle anderen starken Teams wie die Dolphins, die Lions und die San Francisco 49ers geschlagen. Sie sind das beste Team, das in dieser Saison bislang gespielt hat.

Lamar Jackson von den Baltimore Ravens
Lamar Jackson von den Baltimore Ravens
Credit: Sports Illustrated
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2. Buffalo Bills (11–6)

Abschluss der Division: Erster, AFC East

Warum sie alles gewinnen werden: Sie sind kampferprobt mit Schlüsselspielern an Schlüsselpositionen – und Josh Allen ist ihr Quarterback. "Er wird einige Fehler machen", erklärte ein konkurrierender Manager, "aber er macht den Unterschied. Und sie hatten eine gewisse Kontinuität mit ihren Spielern. Es hilft, wenn man gemeinsam in den Playoffs war; Sie waren schon einmal dort." Während Stefon Diggs vielleicht nicht mehr der Spieler ist, der er in der Vergangenheit war, haben James Cook, Dalton Kincaid und Khalil Shakir der Offensive neue Kraft und Frische verliehen. Und die Defense war gegen Ende des Jahres wirklich gut.

X-Faktor: James Cook katapultiert die Bills in eine neue Dimension. Der Running Back ist ein Geschenk für Allen. Mit seinen Fähigkeiten als Läufer überzeugt er auf kompletter Linie, was bei einer Saison mit 1.500 Scrimmage Yards offensichtlich ist.

Schwachpunkt: Die Geschwindigkeit in einigen Mannschaftsteilen. Tre’Davious White kommt nicht zurück. Micah Hyde ist 33 und Jordan Poyer ist 32. Spannend wird sein, wie sich Ed Oliver und Greg Rousseau in der Defensive schlagen. 

"Under-the-Radar"-Spieler: Greg Rousseau und A.J. Epenesa. Beide sind High-Draft-Picks und haben dieses Jahr die Wende geschafft und dazu beigetragen, Defensive Tackle Oliver zu ergänzen und eine der athletischsten und aggressivsten NFL- Verteidigungen zu stellen.

Große Unbekannte: Die Bills haben zu Beginn des Jahres ihre geplanten Runs mit Allen eingeschränkt, verlassen sich aber etwas mehr auf ihn, seit Joe Brady das Play-Calling von Ken Dorsey übernommen hat. Wird sich dieser Trend fortsetzen? Und wenn ja, wie wird sich Allen behaupten?

Josh Allen (Buffalo Bills)
Josh Allen (Buffalo Bills)
Credit: Sports Illustrated
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3. Kansas City Chiefs (11–6)

Abschluss der Division: Erster, AFC West

Warum sie alles gewinnen werden: Die ersten beiden Gründe sind einfach: Patrick Mahomes und Andy Reid. Die beiden haben an fünf AFC-Titelspielen in Folge und drei Super Bowls teilgenommen, seit Mahomes im Jahr 2018 in der Startelf stand. Und dies könnte die beste Verteidigung sein, die die beiden in der Vergangenheit hatten.

X-Faktor: Rashee Rice. In jeder Hinsicht hatte der Zweitrunden-Pick mit 79 Fängen für 938 Yards und sieben Touchdowns einen großartigen Start in seine NFL-Karriere. Und wenn die Frage lautet, ob er im Passspiel ein solider Begleiter von Travis Kelce sein könnte, hat er diese Frage mit "Ja" beantwortet. Aber wenn Kelce es nicht schafft, auf Hochtouren zu kommen, könnte Rices Fähigkeit, einen anderen Gang in seinem Spiel zu finden, ein entscheidender Faktor werden, wie weit die Chiefs kommen.

Schwachpunkt: Die Verteidigung hat möglicherweise zu früh ihren Höhepunkt erreicht. Die Tacklings waren ein Auf und Ab. Aber in Wirklichkeit kommt es auf das Talent von Mahomes an. "Sie sehen immer noch so aus, als wären sie in einer Krise", erklärt ein NFL-Insider "und Kelce sieht aus, als wäre er alt geworden." Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem möglicherweise etwas geändert werden muss, mit etwas mehr Isiah Pacheco, dem Laufspiel und der Verteidigung. Ein weiteres, weniger bedeutsames Problem: Einige Teams haben die Unsicherheiten der Chiefs in der Verteidigung ausgenutzt.

"Under-the-Radar"-Spieler: L’Jarius Sneed. Der Cornerback war in seinem vierten Jahr ein entscheidender Faktor für die Aufstellung der Verteidigung durch Defensive Coordinator Steve Spagnuolo: Sneed ist gut genug, um mit Top-Receivern mitzuhalten, und er gibt seinen Trainern die Freiheit, andere in der Secondary einzusetzen, wie Trent McDuffie und Justin Reid.

Große Unbekannte: Es wird spannend, wie sehr sich die Chiefs angesichts der aktuellen Umstände auf Pacheco und das Laufspiel verlassen können.

Mahomes und die Chiefs waren bei fünf AFC-Meisterschaftsspielen in Folge dabei.
Mahomes und die Chiefs waren bei fünf AFC-Meisterschaftsspielen in Folge dabei.
Credit: Sports Illustrated
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4. Houston Texans (10-7)

Abschluss der Division: Erster, AFC South

Warum sie alles gewinnen werden: Die jungen Spieler der Texans spielen mit einem unglaublichen Selbstvertrauen, und DeMeco Ryans geht zum ersten Mal als Cheftrainer mit viel Nachsaison-Erfahrung aus seiner Zeit als Spieler und bei San Francisco in die Playoffs. Wenn ihnen der Sieg am Samstag über die Colts etwas gezeigt hat, dann ist es, dass Houston es krachen lassen wird. "Sie sind sehr selbstbewusst – furchtlos, wie es ein junges, talentiertes Team sein sollte", sagte ein Manager. "Ich glaube nicht, dass sie in irgendetwas unbedingt großartig sind, aber der Quarterback spielt gut, vermeidet katastrophale Fehler und gibt ihnen eine Chance."

X-Faktor: Die Chemie zwischen C.J. Stroud und Nico Collins. In seinem dritten Jahr in Houston (Collins war ein Drittrunden-Pick 2021) erzielte er 1.297 Yards und acht Touchdowns bei 80 Fängen. Alles Zahlen, die besser waren als in seinen ersten beiden Jahren. Das Vertrauen zwischen ihm und Stroud wurde in Indianapolis immer wieder deutlich. Es ist nicht übertrieben zu glauben, dass er in den Playoffs eine starke Rolle einnehmen wird.

Schwachpunkt: Das Team ist noch jung und unerfahren. Was wiederum ein zweischneidiges Schwert sein könnte.

"Under-the-Radar"-Spieler: Jonathan Greenard. Er liegt mit 12,5 Sacks an der Spitze des Teams, fiel in den vergangenen drei Wochen aber verletzungsbedingt aus. Gegenüber Will Anderson Jr. war er ein Lichtblick. In der Offseason wird er einen beträchtlichen Vertrag (und vielleicht davor auch einen Franchise-Titel) erhalten. Wenn er gesund ist, werden er und Anderson ein Problem für jeden sein, der gegen Houston spielt.

Große Unbekannte: Gesundheit, schlicht und einfach. Greenard, Robert Woods und Noah Brown waren alle für ein Spiel, das am Samstagabend unbedingt gewonnen werden musste, inaktiv. Ihre Verfügbarkeit ist ein Faktor für die anstehenden NFL-Playoffs. 

C.J. Stroud war ein besonderer Spieler für die Texans, nachdem er im Draft an zweiter Stelle ausgewählt wurde.
C.J. Stroud war ein besonderer Spieler für die Texans, nachdem er im Draft an zweiter Stelle ausgewählt wurde.
Credit: Sports Illustrated
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5. Cleveland Browns (11–6)

Abschluss der Division: Zweiter, AFC North

Warum sie alles gewinnen werden: "Ich denke, Cleveland kann die ganze verdammte Sache gewinnen", erklärte ein konkurrierender NFL-Manager. "Cleveland hat einfach die Art von Spiel, das in den Playoffs gut läuft. Sie können rennen, große Spielzüge machen und die Verteidigung ist wirklich gut. Myles Garrett ist der beste Spieler, den ich dieses Jahr gesehen habe." Angesichts der Art und Weise, wie Trainer Kevin Stefanski mit den Verletzungen umgegangen ist, wie Jim Schwartz die Verteidigung unterstützte und wie Joe Flacco eingewechselt wurde, herrscht in diesem Team viel Selbstvertrauen und ein wenig Magie.

X-Faktor: Joe Flacco spielt wie ein Typ, der da draußen nichts zu verlieren hat, was ihn und die Offensive der Browns gefährlicher gemacht hat.

Schwachpunkt: Die Verletzungssituation in der Offensive. Während der Verlust von Nick Chubb und die Verletzungen im Safety- und Receiver-Bereich schmerzhaft waren, war Bill Callahan ein Meister darin, seinen vierten und fünften Tackle zum Laufen zu bringen, und das zu einer Zeit in der NFL, in der niemand sonst über eine offensive Angriffstiefe zu verfügen schien. Dennoch gehen sie mit Geron Christian und James Hudson III auf wichtigen Positionen in die Playoffs.

"Under-the-Radar"-Spieler: Za’Darius Smith. Der erfahrene Helfer von Myles Garrett hat sich in der Liga durchgesetzt und ist in Bestform ein sehr guter Spieler. Es gab dieses Jahr Höhen und Tiefen – aber er war immer wieder ein wichtiger Faktor. Kann er diese Leistung wiederholen, wenn die Browns die Verteidigung brauchen, um das Team durch ein Playoff-Spiel zu tragen?

Große Unbekannte: Ändert sich die Dynamik, wenn die gegnerische Verteidigung eine ganze Woche Zeit hat, sich auf Flacco vorzubereiten?

Cleveland Browns
Cleveland Browns
Credit: Sports Illustrated
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6. Miami Dolphins (11–6)

Abschluss der Division: Zweiter, AFC East

Warum sie alles gewinnen werden: Die Geschwindigkeit des Teams – die offensiven Fähigkeiten der Spieler der Dolphins - ähnelt einer olympischen Leichtathletik-Staffel. Tyreek Hill, Jaylen Waddle, De’Von Acane und Raheem Mostert erreichen alle 4,4 Sekunden über 40 Yards oder darunter. Und Tua Tagovailoa hat sich in Mike McDaniels kreativem, feldstreckendem Spielplan als der richtige Quarterback erwiesen, um die Bälle perfekt an den Mann zu bringen. Dann gibt es noch Defensivkoordinator Vic Fangio, der Miami in seinem ersten Jahr in die Top 10 der Gesamtverteidigung gebracht hat.

X-Faktor: De’Von Achane. Der Rookie-Runningback hatte eine dreiwöchige Phase, in der er 513 Scrimmage Yards hatte. Dann verletzte er sich und ist erst in den vergangenen Wochen wieder aufgetaucht. Er verpasst Miami einen Game-Breaker, um die Verteidigung zu bestrafen, dass sie sich zu sehr mit Hill und Waddle auseinandergesetzt hat, und aus diesem Grund könnte er eine große Rolle spielen.

Schwachpunkt: Ganz einfach, es sind die Verletzungen. Die beiden Spitzenverteidiger des Teams, Bradley Chubb und Jaelan Phillips, fallen für dieses Jahr aus. 

"Under-the-Radar"-Spieler: Andrew Van Ginkel rückte (aufgrund der Verletzungen) in eine viel prominentere Rolle - und hatte mit sechs Sacks die höchsten Werte seiner Karriere. Eine Fußverletzung warf ihn zuletzt aus dem Spiel gegen die Buffalo Bills. Ein weiterer erwähnenswerter Spieler ist Jevon Holland, der zu den besten Safetys der Liga gehört.

Große Unbekannte: Das hängt mit der Zusammensetzung des Miami-Teams zusammen – und möglicherweise damit, welche Spiele sie im Januar absolvieren müssen. Wenn es kalt ist und schneit, könnte die Wärme gewohnten Spieler Probleme haben.

Die Dolphins sind in der Offensive sehr schnell, insbesondere Hill.
Die Dolphins sind in der Offensive sehr schnell, insbesondere Hill.
Credit: Sports Illustrated
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7. Pittsburgh Steelers (10–7)

Abschluss der Division: Dritter, AFC North

Warum sie alles gewinnen werden: Die Defensive der Pittsburgh Steelers ist immer noch sehr gut. Aber mit T.J. Watt. Es ist aber unwahrscheinlich, dass er dieses Wochenende spielt. In der Offensive zeigten die Steelers zuletzt gegen Baltimore einen absoluten Siegeswillen. 

X-Faktor: Mason Rudolph. Der Steeler im sechsten Jahr steht bei 3-0, seit er in Woche 16 als Quarterback eingesetzt wurde. Seitdem hat er George Pickens, Diontae Johnson und Najee Harris neues Leben eingehaucht.

Schwachpunkt: Die fehlende Konstanz auf der Quarterback-Position zeigte sich in zahlreichen Leistungsproblemen der Receiver. Die Offensivlinie war ein Problem, hat sich aber verbessert. 

"Under-the-Radar"-Spieler: Alex Highsmith. Er ist nicht gerade unter dem Radar, aber er ist einfach viel wichtiger geworden. Seine Fähigkeit, Druck zu erzeugen, ohne dass Watt die Aufmerksamkeit auf die andere Seite lenkt, ist von großer Bedeutung.

Große Unbekannte: Ob die Verbesserung der Offensivlinie hinter den Tackles Dan Moore Jr. und Broderick Jones in den Playoffs anhält.

Mason Rudolph von den Pittsburgh Steelers
Mason Rudolph von den Pittsburgh Steelers
Credit: Sports Illustrated
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NFC

1. San Francisco 49ers

Abschluss der Division: Erster, NFC West

Warum sie alles gewinnen werden: Für einige NFL-Experten sind die San Francisco 49ers das kompletteste Team. Brock Purdy ist gesund und hat hervorragende Leistungen gebracht. Offensive Tackle Trent Williams verankert eine Linie, die immer besser wird. Das Talent dieses Teams ist unübertroffen, was voller Blue-Chip-Talente ist.

X-Faktor: Bei Trainer Kyle Shanahans Plan ist immer die Frage, wie sich die Dinge gegen eine starke Verteidigung entwickeln. Was passiert, wenn die 49ers im letzten Viertel in Rückstand geraten. Brechen sie dann auseinander?

Schwachpunkt: Wenn es einen gibt, könnte es an der Tiefe in der zweiten Reihe des Kaders liegen. Die Defensive Line - bestehend aus Nick Bosa, Chase Young, Javon Hargrave, Arik Armstead und den anderen – muss ihr Potenzial voll ausschöpfen. Das ist nicht immer der Fall.

"Under-the-Radar"-Spieler: Das ist eine schwierige Frage bei einem starken Team. Aber Guard Jon Feliciano, der aufgrund der Verletzungen der Starter Aaron Brooks und Spencer Burford als Verteidiger zum Einsatz kam, ist von unschätzbarem Wert. 

Große Unbekannte: Rookie-Kicker Jake Moody war größtenteils gut, aber einige Fehler kosteten das Team Niederlagen gegen die Vikings und Browns. Wie wird er in den nächsten Spielen auftreten?

Brock Purdy
Brock Purdy
Credit: Sports Illustrated
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2. Dallas Cowboys (12–5)

Abschluss der Division: Erster, NFC East

Warum sie alles gewinnen werden: Weil die Cowboys ein sehr typisches Spiel für 2023 spielen – mit ihrer Fähigkeit, im Passspiel zuzuschlagen, den gegnerischen Receiver zu verfolgen und Ballverluste in der Verteidigung zu erzwingen. Die Cowboys haben "Blue-Chip-Spieler" in der gesamten Mannschaft - und auch in den Special Teams. Sie sind darauf vorbereitet, enge Spiele zu gewinnen.

X-Faktor: Jake Ferguson. In der Galaxie der Offensiv-Stars in Dallas (Dak Prescott, Tony Pollard, CeeDee Lamb) ist der Tight End im zweiten Jahr für Prescott zu einem bevorzugten Chain-Mover und Red-Zone-Ziel geworden. Mit seiner Spielweise könnte Ferguson der gegnerischen Verteidigung in den Playoffs Kopfzerbrechen bereiten.

Schwachpunkt: Das Laufspiel auf beiden Seiten. Und auch die Laufverteidigung der Mannschaft hatte ihre Probleme, was die Stärke des Teams untergraben könnte. Es liegt also nahe, dass es eine bestimmte Art von Spiel gibt, in das die Gegner Dallas hineinziehen wollen.

"Under-the-Radar"-Spieler: Osa Odighizuwa. In seinem dritten Jahr als Profi sollte man ihn nicht mehr übersehen. Sei es wegen seiner Sack-Statistik (3) oder wegen der Stars an seiner Seite (Micah Parsons, DeMarcus Lawrence). Defensive Tackle Odighizuwa besitzt nicht die Bekanntheit, die er in der NFL verdient hätte.

Große Unbekannte: Wird das Spiel der Cowboys weiter so erfolgreich sein? Sie stehen zu Hause bei 8-0, auswärts bei 4-5 und wirken außerhalb von Arlington wie ein anderes Team. 

Micah Parsons ist mit 14 Sacks einer der Defensivspieler des Jahres.
Micah Parsons ist mit 14 Sacks einer der Defensivspieler des Jahres.
Credit: Sports Illustrated
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3. Detroit Lions (12–5)

Abschluss der Division: Erster, NFC North

Warum sie alles gewinnen werden: Weil sie ganz einfach genau wissen, wer sie sind. "An ihrer Identität besteht kein Zweifel", erklärt ein NFL-Insider. "Und zu wissen, wer man ist, ist eines der schwierigsten Dinge, die man erreichen kann." Wer also sind die Lions? Sie sind körperlich und dynamisch in der Offensive, in der Lage, auf viele Arten anzugreifen, und sie sind aggressiv in der Verteidigung. Außerdem sind sie wirklich gut im Scrimmage.

X-Faktor: Jared Goff. Es kommt nicht oft vor, dass man den Quarterback hier auflistet, aber Goff ist der Spielertyp, der in der Lage ist, ein Spiel zu entscheiden. Wenn er in Fahrt ist, wird es unglaublich schwierig, Detroit mit einer starken Offensivlinie und einer ausgewogenen Gruppe erfahrener Spieler zu verteidigen.

Schwachpunkt: Dan Campbell hat bewiesen, dass er ein Cheftrainer ist, der alles für den Sieg gibt. Das spiegelte sich darin wider, wie er bei einer Zwei-Punkte-Verwertung gegen Dallas ein Tackling ausführten ließ, dafür verwarnt wurde und dann noch zwei weitere Versuche machte. Könnte das die Lions den Erfolg kosten? 

"Under-the-Radar"-Spieler: Die vielseitigen Rookie-Verteidiger der Lions, Jack Campbell und Brian Branch. Beide waren für Aaron Glenn in der Verteidigung die "Schweizer Taschenmesser" (Campbell spielte auf und neben der Linie, Branch an der Ecke und beim Safety). Beide könnten im Januar große Spielmacher für das Team sein.

Große Unbekannte: Die Lions sind überall auf junge (wenn auch talentierte) Spieler angewiesen. Sie waren dieses Jahr auf großen Bühnen, aber die Playoffs sind nochmal eine andere Hausnummer. 

Die Lions wissen genau, wer sie sind, mit Goff als X-Faktor und Campbell, der keine Angst davor hat, Risiken einzugehen.
Die Lions wissen genau, wer sie sind, mit Goff als X-Faktor und Campbell, der keine Angst davor hat, Risiken einzugehen.
Credit: Sports Illustrated
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4. Tampa Bay Buccaneers (9–8)

Abschluss der Division: Erster, NFC South

Warum sie alles gewinnen werden: Die Titel-Infrastruktur, die weiterhin im Kader steht. Von Lavonte David über Devin White bis hin zu Antoine Winfield, Mike Evans, Chris Godwin, Carlton Davis und Tristan Wirfs – in dieser Umkleidekabine gibt es viel Playoff-Erfahrung und viele Ringe.

X-Faktor: Baker Mayfield. Wide Receiver Mike Evans scheint nach einem Jahrzehnt in der Liga immer noch in der Lage zu sein, der Anführer einer großartigen Offensive zu sein, und in dieser Einheit herrscht eine schöne Mischung aus Jung und Alt. Wenn Mayfield in Bestform ist, wird es für jeden Gegner gefährlich.

Schwachpunkt: Das Alter. Ja, es ist ein schmaler Grat zwischen Erfahrung und Alter zu sein. Und mit zunehmendem Alter kann es zu Verletzungen und Müdigkeit kommen, und all das spielt bei den Bucs eine Rolle.

"Under-the-Radar"-Spieler: YaYa Diaby. Trainer und Betreuer schwärmten im Sommer von der unglaublichen Athletik des Drittrunden-Picks. Im November erkämpfte sich der Linebacker einen Startplatz vom ehemaligen Erstrundenspieler Joe Tryon-Shoyinka. 

Große Unbekannte: Wie sie sich gegen die bessere Konkurrenz schlagen werden. Offensichtlich war die NFC South in diesem Jahr im Rückstand – und die Bucs hatten Mühe, mit den besten Teams mitzuhalten. Da sie gegen die Eagles in Runde 1 antreten, haben sie sofort die Chance, sich für eine dieser Niederlagen zu rächen.

Baker Mayfield
Baker Mayfield
Credit: Sports Illustrated
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5. Philadelphia Eagles (11–6)

Abschluss der Division: Zweiter, NFC East

Warum sie alles gewinnen werden: Weil sie schon einmal dort waren und die Offensive immer noch stark ist. Letztendlich haben sie die Offensivspieler, die Offensivlinie, die Fähigkeiten, das Laufspiel und den Quarterback. Wenn sie in der Offensive alles zusammenbringen, sind sie schwer zu schlagen. Insbesondere gibt die Offensive Line Philadelphia ein Fundament an Konstanz, auf das sie sich stützen können. Und Jalen Hurts hat in den letzten Jahren bei den großen Auftritten meistens abgeliefert.

X-Faktor: Jalen Hurts als Läufer. Philly hat ihn dieses Jahr beschützt, indem es versucht hat, Run Plays für ihn mit Bedacht anzugeben. Einige seiner größten Spielzüge fanden im Scramble statt, und das Team verließ sich mehr auf das traditionelle Laufspiel mit D’Andre Swift. 

Schwachpunkt: Schnelligkeit und Alter in der Abwehr. Hinzu kommen die jüngsten Verletzungen von Zach Cunningham und Darius Slay.

"Under-the-Radar"-Spieler: Kevin Byard war im Oktober nicht so stark, was er es erwartet hatten. Aber wenn der erfahrene Safety etwas von seiner alten Magie wiederfindet (zusammen mit Slay, der vielleicht das Gleiche tut), wäre das wichtig.

Große Unbekannte: Matt Patricia als defensiver Play-Caller. Ein Teil des Problems bei der Übernahme seines Systems war, dass sie nicht wissen, wo die Antworten liegen, wenn etwas schief geht. Wie wird es in den Playoffs gehandhabt?

Jalen Hurts
Jalen Hurts
Credit: Sports Illustrated
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6. Los Angeles Rams (10–7)

Abschluss der Division: Zweiter, NFC West

Warum sie alles gewinnen werden: Sie haben immer noch Sean McVay und spielen mit einer Reihe aufstrebender junger Spieler auf beiden Seiten. Was Matthew Stafford betrifft, sieht er zum ersten Mal seit langem wieder gesund aus. Ein NFL-Insider sagte: "Es ist offensichtlich, mit welcher Energie und Begeisterung Stafford spielt."

X-Faktor: Die Gesundheit der älteren Spieler – Stafford, Cooper Kupp und Aaron Donald. Wenn das bei den Bucs ein Problem ist, dann wohl auch bei den Kernspielern in L.A., zumal alle drei vor einem Jahr Verletzungsprobleme hatten.

Schwachpunkt: Kicker. Die Rams haben vergangene Woche auf Lucas Havrisik verzichtet und Veteran Brett Maher zurückgeholt. Die Dinge waren wackelig genug, um McVay dazu zu bewegen, in der nächsten Runde aggressiver zu werden. Daher lohnt es sich, diesen Bereich unbedingt im Auge zu behalten.

"Under-the-Radar"-Spieler: Die Rams haben ein paar Rookies, auf die sie sich stark verlassen können: Innenverteidiger Kobie Turner und Edge Byron Young. Beide sind mit zusammen 16 Sacks gute Kandidaten für den "Defensive Rookie of the Year" (Turner hat tatsächlich mehr als Donald in diesem Jahr).

Große Unbekannte: Ob das Team Erfolg hat, wenn die Offensive nicht so viel Chaos anrichten kann, wie man es von Donald erwartet.

Stafford ist gesund, nachdem er seit dem Gewinn des Super Bowl LVI im Jahr 2022 immer wieder verletzt war.
Stafford ist gesund, nachdem er seit dem Gewinn des Super Bowl LVI im Jahr 2022 immer wieder verletzt war.
Credit: Sports Illustrated
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7. Green Bay Packers (9–8)

Abschluss der Division: Zweiter, NFC North

Warum sie alles gewinnen werden: Weil Jordan Love in seinem ersten Jahr als Start-Quarterback alle realistischen Erwartungen übertroffen hat und die Packers auf beiden Seiten über eine perfekte Mischung aus Erfahrung und Jugend verfügen. Love hat über eine starke Gruppe um sich, das über ein kampferprobtes Laufspiel und die Verteidigung verfügt mit Top-Talenten auf den Premium-Positionen.

X-Faktor: Gesundheit beim Receiver und Tight End. Es war das ganze Jahr über ein Problem, da die Verfügbarkeit von Spielern wie Christian Watson, Dontayvion Wicks, Jayden Reed und Luke Musgrave erst vergangene Woche geklärt wurde (alle außer Watson spielten schließlich gegen die Bears).

Schwachpunkt: Inkonsistenz in der Verteidigung. Selbst mit Frontspielern wie Jaire Alexander, Rashan Gary und Kenny Clark und einer weiteren Welle wirklich solider Rollenspieler hatten die Packers Höhen und Tiefen im Hinblick auf Run und Passspiel. Auch ihre Fähigkeit, sich auf dieser Seite des Balls spontan anzupassen, war fraglich.

"Under-the-Radar"-Spieler: Tight End Luke Musgrave. Er hatte ein verletzungsbedingtes Rookie-Jahr, ist aber ein Matchup-Albtraum. Wenn er auf Hochtouren kommt, könnte es für die gegnerische Verteidigung schwer werden, ihn zusammen mit Spielern wie Watson und Reed zu stoppen.

Große Unbekannte: Wie sich die junge Offensive gegen eine der besten NFL-Teams mit Parsons, Lawrence und den Cowboys behaupten wird.

Love war in seiner ersten Saison als Start-Quarterback herausragend und warf 32 Touchdowns und mehr als 4.000 Yards.
Love war in seiner ersten Saison als Start-Quarterback herausragend und warf 32 Touchdowns und mehr als 4.000 Yards.
Credit: Sports Illustrated
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