SID-Aufwärmrunde: Fünf Kernpunkte für den GP von China

Ist Max Verstappen im Rennen zu schlagen? Wie reagiert Lewis Hamilton nach seinem herben Qualifying-Rückschlag? Der SID blickt voraus auf die wichtigsten Themen beim Großen Preis von China (Sonntag, 9.00 Uhr/Sky):

Fernando Alonso (M.) gibt sich keinen Illusionen hin
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AFP, SID, Hector RETAMAL

DOMINANZ: Max Verstappen macht, wofür Max Verstappen bekannt ist: Er fährt allen um die Ohren. Das Sprintrennen über ein Drittel der Grand-Prix-Distanz gewann der Weltmeister mit Leichtigkeit, im Qualifying holte er sich ungefährdet den ersten Startplatz - zum fünften Mal am fünften Rennwochenende der Saison. Nach Anlaufschwierigkeiten in Shanghai haben Red Bull und der Niederländer mal wieder die richtige Abstimmung gefunden. Wer kann ihm am ehesten gefährlich werden? "Ich denke, das wird der Perez sein", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko - und meinte Verstappens Teamkollegen auf Startplatz zwei.

SPEZIELL: Shanghai ist ein besonderer Ort für Red Bull. Vor 15 Jahren errang Sebastian Vettel hier den ersten Formel-1-Sieg für das Team, weitere 115 folgten. Am Samstag eroberte Verstappen die 100. Pole Position des Rennstalls. Am Sonntag hat der Niederländer nun allerbeste Chancen, einen der letzten weißen Flecken in seiner Formel-1-Vita zu tilgen: In Shanghai kann der Champion noch keinen Grand-Prix-Sieg aufweisen. Das gilt bei den Kursen im Rennkalender 2024 ansonsten nur für Singapur.

FRUST: Lewis Hamilton war am Boden nach Startplatz 18, die Ferrari-Fahrer haderten mit ihren schwachen Qualifyings, Fernando Alonso hält seinen Aston Martin sogar nicht nur im Vergleich mit Red Bull für zahnlos. "Wir sind langsamer als Ferrari, langsamer als McLaren und vermutlich auch als die Mercedes", haderte der Spanier. Viel spricht trotzdem für enge und harte Zweikämpfe - zumindest im vorderen Mittelfeld.

HOFFEN: Nico Hülkenberg will nach seinem starken Qualifying und Rang neun so gut es geht verteidigen. Im Sprintrennen war er chancenlos und fiel, wie er selbst sagte, durch das Feld wie "reife Äpfel". Dann aber nahm das Team ein paar Änderungen vor, und schon konnte der Routinier über eine schnelle Runde glänzen. Zweimal in diesem Jahr schaffte es Hülkenberg bereits in die Top Ten.