US Open

US Open 2025: So funktioniert der neue Mixed-Modus

Die US Open sind in diesem Jahr nicht nur das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres, sondern auch Startschuss einer echten Tennis-Revolution: Auf die Fans wartet ein komplett neuer Spielmodus. Sports Illustrated erklärt die Neuerungen bei den US Open. 

Jannik Sinner ballt die Faust
Credit: Imago

In der Welt der Tennis-Grand-Slams sorgten in der Vergangenheit selbst kleine Veränderungen bereits für Aufsehen. Doch was sich in der Mixed-Konkurrenz der US Open 2025 vollzieht, ist eine echte Tennis-Revolution – und ein deutliches Zeichen, dass der Sport bereit ist, neue Wege zu gehen. Erstmals findet der Mixed-Wettbewerb nicht parallel zu den Einzel- und Doppelkonkurrenzen statt, sondern vor dem eigentlichen Turnierbeginn. Begleitet wird die Reform von einem neuen Spielmodus, einer drastischen Erhöhung des Preisgelds und einem Teilnehmerfeld, das mehr an ein All-Star-Event erinnert als an ein klassisches Mixed-Turnier. Sports Illustrated hat alle Infos zum neuen Spielmodus. 

Alexander Zverev bei den US Open
Credit: Imago
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US Open 2025: Neuer Termin für den Mixed-Wettbewerb

Traditionell wurde der Mixed-Modus bei Grand Slams kaum beachtet. Der Grund: Das Turnier fand parallel zur Einzelkonkurrenz statt, streckte sich über zwei Wochen, fand häufig auf Nebenplätzen statt und wurde von vielen Stars gemieden. Damit soll jetzt Schluss sein: Gespielt wird nun zwei Tage vor Beginn des Einzel-Hauptfelds, am 19. und 20. August, eingebettet in die „Fan Week“ in Flushing Meadows. Das Turnier wird kompakt an zwei Tagen in den beiden größten Tennis-Arenen der Anlage ausgetragen, um dem neuen Wettbewerb die größtmögliche Bühne zu bereiten. 

Diese Stars sind beim Mixed-Turnier der US Open dabei 

Statt wie bislang 32 Paarungen umfasst das neue Mixed-Turnier lediglich 16 Teams. Acht davon qualifizieren sich auf Einladung, basierend auf der Summe ihrer Einzel-Weltranglistenpositionen. Weitere acht Duos erhalten eine Wildcard, wobei das Ziel klar ist: Die besten und bekanntesten Spielerinnen und Spieler sollen gemeinsam auf dem Platz stehen. Gespielt wird auch weiterhin von Beginn an im K.O.-Modus. 

Das Ergebnis dieser Auswahlpolitik ist bemerkenswert: Nahezu alle Top-Ten-Spielerinnen und Spieler haben sich für das Turnier angemeldet. So sind beispielsweise Duos wie Jannik Sinner/Katerina Siniakova, Carlos Alcaraz/Emma Raducanu, Taylor Fritz/Elena Rybakina, Novak Djokovic/Olga Danilovic und Jack Draper/Jessica Pegula dabei. Aus deutscher Sicht ist Topspieler Alexander Zverev im Duo mit der Schweizerin Belinda Bencic mit von der Partie. 

Die Auslosung der ersten Spielrunde ergab dabei folgenden Paarungen: 

Jessica Pegula/Jack Draper (1) - Emma Raducanu/Carlos Alcaraz

Olga Danilovic/Novak Djokovic - Mirra Adreeva/Daniil Medwedew

Iga Swiatek/Casper Ruud (3) - Madison Keys/Frances Tiafoe

Naomi Osaka/Gael Monfils - Caty McNally/Lorenzo Musetti

Katerina Siniakova/Jannik Sinner - Belinda Bencic/Alexander Zverev

Taylor Townsend/Ben Shelton - Amanda Anisimova/Holger Runde (4)

Venus Williams/Reilly Opelka - Karolina Muchova/Andrey Rublev

Sara Errani/Andrea Vavassori - Elena Rybakina/Taylor Fritz (2)

Carlos Alcaraz bejubelt einen gewonnenen Punkt
Auch er ist beim neuen Mixed-Turnier dabei: Superstar Carlos Alcaraz
Credit: Imago
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US Open 2025: So funktioniert der neue Spielmodus

Auch das Spielsystem wurde umgekrempelt, mit dem Ziel, die Matches kürzer, spannender und fernsehtauglicher zu gestalten. Deshalb werden verkürzte Sätze bis vier gespielt, steht es 4:4, folgt ein Tiebreak. Zudem kommt die sogenannte „No-Ad“-Regel zum Einsatz: Bei Einstand entscheidet ein einziger Punkt über den Spielgewinn – aufgeschlagen wird dabei geschlechtergerecht, Frau gegen Frau, Mann gegen Mann. Sollte jedes Team einen Satz gewinnen, wird der dritte Satz als Match-Tiebreak bis zehn Punkte ausgetragen. Lediglich im Finale wird klassisch über zwei Gewinnsätze gespielt.

So viel Preisgeld kassieren die Mixed-Sieger bei den US Open

Wer das neue Mixed-Turnier gewinnt, darf sich über ein deutlich aufgestocktes Preisgeld freuen. Satte eine Million US-Dollar erhalten die Sieger – eine Vervielfachung gegenüber den 200.000 Dollar aus dem Vorjahr. Damit setzen die US Open ein klares finanzielles Statement, das die Bedeutung der Disziplin neu verortet. Gerade in einer Sportart, in der das Mixed bislang oft als Bonuswettbewerb am Rande lief, ist das eine bemerkenswerte Aufwertung.



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