Zverev kämpft sich ins Wien-Finale - Duell mit Sinner wartet
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APA, SID, MAX SLOVENCIK
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"Es war schwierig, aber ich bin natürlich sehr glücklich. Ich habe ein wenig Selbstvertrauen in mich und meinen Körper gefunden", sagte Zverev und ergänzte mit Blick auf das Duell mit Sinner, auf den er erstmals seit der Australian-Open-Finalniederlage zu Beginn des Jahres trifft: "Es wird eine große Herausforderung. Ich freue mich darauf, gegen einen der beiden besten Spieler der Welt anzutreten. Mal sehen, wo ich wirklich stehe."
Zverev, der durch den Rückzug seines Viertelfinalgegners Tallon Griekspoor (Niederlande) am Freitag zusätzliche Regeneration erhalten hatte, überzeugte im ersten Satz gegen Musetti vor allem mit seinem starken Aufschlagspiel. Auch in der Folge bewahrte er in einigen kniffligen Situationen meist die Ruhe und nutzte seinen zweiten Matchball mit einem Ass. Erstmals seit der Niederlage gegen Taylor Fritz (USA) im Juni in Stuttgart steht Zverev wieder in einem Endspiel, seinen einzigen Turniersieg in diesem Jahr feierte er im April in München.
Sinner, der 2023 in Wien triumphiert hatte, war bereits zuvor durch den Erfolg in zwei Sätzen gegen den Australier Alex de Minaur (6:3, 6:4) weitergekommen. Auf dem Weg ins Finale gab der Italiener keinen Satz ab. Zverev, Wien-Champion von 2021, hatte im Achtelfinale den Italiener Matteo Arnaldi bezwungen und sich trotz anhaltender Rückenbeschwerden durchgesetzt. In der ersten Runde hatte er gegen Jacob Fearnley noch große Mühe gehabt.
Zverev will sich seine Fitness im laufenden Spielbetrieb zurückholen – nach dem Turnier in Wien steht das von ihm sehr geschätzte Masters in Paris an, wo er als Titelverteidiger 1000 Punkte zu verteidigen hat. Trotz seiner nicht optimalen Verfassung plant Zverev zudem sein Comeback im deutschen Davis-Cup-Team, das in Bologna (18. bis 23. November) im Viertelfinale auf Argentinien trifft. Zuvor steht das ATP-Saisonfinale in Turin (9. bis 16. November) an.