Für Ärger sorgte bei Fritz' Sieg einmal mehr die Technik. Die schwedische Schiedsrichterin Louise Azemar Engzell musste einen Punkt im Eröffnungsspiel des vierten Satzes auf Court One abbrechen, als fälschlicherweise "Fehler" angezeigt wurde, nachdem eine Vorhand von Fritz weit innerhalb der Grundlinie gelandet war.
"Die Aufschlagbewegung des Spielers begann, während der BBG (Balljunge oder -mädchen, d. Red.) noch am Netz entlang lief, und deshalb erkannte das System den Beginn des Punktes nicht", hieß es in einer Erklärung des All England Club: "Die Stuhlschiedsrichterin ordnete daher an, den Punkt zu wiederholen."
Bereits im Achtelfinalmatch zwischen der Britin Sonay Kartal und der Russin Anastassija Pawljutschenkowa hatte ein "menschlicher Fehler" für das zeitweise Versagen des Hawk-Eyes gesorgt. Im Anschluss sahen sich die Turnierorganisatoren gezwungen, sich zu entschuldigen und eine Änderung am System vorzunehmen, um weitere Probleme zu vermeiden. In Wimbledon kommen erstmals in der langen Turniergeschichte keine Linienrichter zum Einsatz. Durch das Electronic Line Calling System sollen Diskussionen um Millimeter-Entscheidungen eigentlich vermieden werden.
"Es ist ein großartiges Gefühl, im Halbfinale zu sein, ich bin sehr froh", sagte Fritz, der nach 2:35 Stunden seinen ersten Matchball verwandelte: "Meine Karriere hat sich in den vergangenen Jahren toll entwickelt."