ATP führt ab 2028 Mastersturnier in Saudi-Arabien ein
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AFP, SID, Jade Gao
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Zum ersten Mal seit der Einführung der Masters 1990 wird die Serie damit aus zehn Turnieren bestehen. Die Erweiterung war angesichts des wachsenden saudischen Einflusses durch den Staatsfond PIF erwartet worden. Der ATP-Vorsitzende Andrea Gaudenzi sprach von "einem stolzen Moment" und "dem Resultat einer jahrelangen Reise".
Bislang finden die Mastersturniere, die in der Wertigkeit und Dotierung unterhalb der vier Grand Slams angesiedelt sind, in Indian Wells, Miami, Monte Carlo, Madrid, Rom, Toronto/Montreal, Cincinnati, Shanghai und Paris statt. Anders als bei den meisten dieser Events soll die Teilnahme in Saudi-Arabien für die Teilnehmer nicht verpflichtend sein.
Die Entscheidung fällt an das Ende einer Saison, die von Spielerklagen über die hohe Belastung durch den dicht getakteten Turnierkalender geprägt war. Auch der Weltranglistendritte Alexander Zverev beschwert sich schon lange über die Dauer der Saison, in diesem Jahr schleppt sich der Hamburger mit verschiedenen Verletzungen dem Urlaub entgegen.
Saudi-Arabien baut seine Präsenz im internationalen Tennis seit Jahren aus: Seit 2023 finden die Next Gen ATP Finals in Dschidda statt, seit 2024 die WTA Finals in Riad. Zudem ist der PIF mittlerweile Namensgeber der ATP-Weltrangliste und Partner mehrerer Mastersturniere wie Indian Wells, Miami und Madrid. Zuletzt spielte Zverev mit fünf weiteren Stars beim Six Kings Slam um eine Siegprämie von sechs Millionen Dollar. Schon für die Teilnahme an dem Einladungsturnier in der Hauptstadt Riad bekamen die Spieler kolportierte 1,5 Millionen Dollar.