ATP Finals 2025: Novak Djokovic gegen die neue Generation
- Novak Djokovic bestätigt Teilnahme an den ATP Finals 2025 in Turin
- Jannik Sinner reist als Titelverteidiger und neue Nummer eins an
- Carlos Alcaraz und Sinner dominieren die Saison mit vier Grand-Slam-Titeln
Novak Djokovic bleibt das Gesicht einer Ära, die langsam aber sicher zu Ende geht. Während Roger Federer und Rafael Nadal längst abgetreten sind, steht der 38-Jährige erneut auf der größten Bühne: Bei den ATP Finals in Turin wird der Serbe zum 18. Mal antreten – und damit zu Rekordhalter Federer aufschließen. Seine Teilnahme bestätigte Italiens Verbandspräsident Angelo Binaghi am 3. November offiziell.
Der Rekordchampion (sieben Titel) hatte nach seiner Halbfinal-Niederlage in Shanghai gegen Valentin Vacherot auf das Masters in Paris verzichtet, um sich gezielt auf den Jahresabschluss vorzubereiten. Nun ist klar: Er wird wieder angreifen. 2025 stand Djokovic bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Halbfinale und holte in Genf seinen 100. Karrieretitel – ein Beweis seiner Konstanz. Vom Rücktritt will er ohnehin nichts wissen: Langlebigkeit, sagt er, sei für ihn Motivation. Inspiriert von LeBron James, Cristiano Ronaldo und Tom Brady will Djokovic weiter zeigen, dass Alter im Tennis kein Limit sein muss.
Sinner und Alcaraz fordern den alten Meister heraus
Jannik Sinner reist mit dem perfekten Momentum nach Turin. Der Italiener gewann das Masters in Paris mit 6:4, 7:6 gegen Félix Auger-Aliassime und holte damit seinen fünften Titel der Saison. Es war der Abschluss eines starken Saisonfinals, in dem Sinner zehn Matches in zwölf Tagen gewann und Platz eins der Weltrangliste zurückeroberte. Mit 26 Siegen in Serie auf Indoor-Hartplätzen und als Titelverteidiger gilt der 24-Jährige in seinem Heimatland als Topfavorit auf den Titel.
Carlos Alcaraz kommt als amtierender US-Open-Sieger nach Turin. Der Spanier setzte sich im September im Finale von New York gegen Sinner durch und feierte damit seinen zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres – nach dem Triumph bei den French Open. Sinner wiederum gewann 2025 die Australian Open und Wimbledon. Vier Grand-Slam-Titel, verteilt auf zwei Spieler: Kein anderes Jahr hat den Generationenwechsel im Herrentennis so deutlich gemacht.
In Paris blieb Alcaraz anschließend blass, schied früh aus und sucht nun nach der Form, die ihn im Sommer zur Nummer eins gemacht hatte. Dennoch bleibt er der wohl explosivste Spieler der Tour – der kreative Gegenpol zu Sinners Ruhe und Präzision. Auch Alexander Zverev gehört zu den Fixstartern in Turin; der Deutsche hat allerdings ein schwieriges Jahr voller körperlicher Probleme und Formschwankungen hinter sich und zählt bei den Finals nicht zu den Topfavoriten..

Sieben von acht Startplätzen für Turin stehen fest – nur ein Ticket ist noch offen
Sieben der acht Startplätze für Turin stehen bereits fest: Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Novak Djokovic, Alexander Zverev, Ben Shelton, Taylor Fritz und Alex de Minaur sind sicher dabei. Nur ein Ticket ist noch frei – und es entscheidet sich in dieser Woche.
Im Rennen sind Félix Auger-Aliassime und Lorenzo Musetti. Der Kanadier liegt im „Race to Turin“ mit 3845 Punkten nur knapp vor dem Italiener (3685). Weil Auger-Aliassime nach seinem Finaleinzug in Paris auf das Turnier in Metz verzichtet, kann Musetti mit einem Sieg beim ATP-250-Event in Athen noch vorbeiziehen. Dafür müsste er allerdings das Turnier gewinnen – ein Weg, der ihn im möglichen Finale auch gegen Novak Djokovic führen könnte. Auch der Serbe nutzt das Turnier in Athen als letzte Vorbereitung auf Turin. Damit steht fest: Der letzte freie Platz wird zwischen Auger-Aliassime und Musetti entschieden.
ATP Finals 2025: Ein Turnier zwischen Vergangenheit und Zukunft
Die ATP Finals stehen wie kein anderes Turnier für das Duell der Generationen im aktuellen Herrentennis. Auf der einen Seite steht Novak Djokovic, der letzte große Name einer goldenen Generation. Auf der anderen Seite Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, die längst begonnen haben, ihre eigene Ära zu prägen und die das neue Tempo und die neue Mentalität im Tennis verkörpern. Und vielleicht liegt genau darin die Faszination dieses Turniers – wenn Vergangenheit und Zukunft noch einmal auf demselben Court aufschlagen.
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