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Fitness-Ass Imke Salander: "Sport ist für mich die Basis für alles"

Imke Salander liebt Sport. Die Ex-Leichtathletin läuft viel, kräftigt ihren Körper mit Gewichten und will mental ans absolute Limit gehen. Im Sports-Illustrated-Interview spricht sie über das Red Bull Ibiza Royale, Niederlagen und ihre Ziele für die Zukunft.

Imke Salander beim Red Bull Ibiza Royale
Credit: Red Bull
 

Imke Salander ist eine der fittesten Influencerinnen in Deutschland. Im Sports-Illustrated-Interview spricht die 32-Jährige über ihre Anfänge im Sport, ihre Motivation und die Faszination des Red Bull Ibiza Royale. Außerdem erklärt die Ex-Leichtathletin, warum Niederlagen für sie nicht so schlimm sind.

Sports Illustrated: Welche Bedeutung hat Sport in Ihrem Leben?

Imke Salander: Sport ist für mich die Basis für alles, was ich mache. Das gibt mir jeden Tag ein richtig gutes Gefühl. Es gibt mir Selbstbewusstsein, weil ich mich sehr viel mit meinem eigenen Körper auseinandersetze. Darum ist Sport für mich wie die Luft, die ich zum Atmen brauche.

Sports Illustrated: In welchem Alter haben Sie die Liebe zum Sport entdeckt und was fasziniert Sie daran?

Salander: Ich habe bereits als Kind angefangen. Mein Papa hat mich mit fünf oder sechs Jahren mit zur Leichtathletik genommen. Da habe ich meine Liebe zum Laufen zu entdeckt. Parallel dazu habe ich noch Fußball und Tennis gespielt. Dabei war die besondere Faszination für mich immer die Diskrepanz zwischen dem, was dir dein Kopf als Limit setzt und was dein Körper kann. Dabei habe ich gemerkt, dass der eigene Körper viel mehr kann, als man denkt. Limits zu brechen, finde ich extrem spannend und dabei auch andere zu motivieren, mehr Sport zu treiben. Das macht mir unheimlich viel Spaß.

Sports Illustrated: Sie waren viele Jahre Leichtathletin. Gab es in dieser Zeit auch Rückschläge und Entbehrungen?

Salander: Große Rückschläge gab es nicht, weil ich kein krasser Wettkampftyp war. Deshalb waren Niederlage nicht so schlimm für mich. Ich habe irgendwann gemerkt, dass mich Wettkämpfe sehr unter Druck setzen, und habe mich trotzdem immer dazu durchgerungen, diese Wettkämpfe zu absolvieren. Das war eine Zeit, in der ich nicht so viel Spaß am Sport hatte. Bis ich dann irgendwann verstanden habe, ich mache den Sport für mich und nicht für andere Leute.  

Sports Illustrated: Woher kommt bei Ihnen die Lust am Muskelaufbau? 

Salander: Ich habe mit 17 Jahren gemerkt, dass man beim Laufen nicht besser wird, wenn man nur läuft. Damals habe ich viel nach Amerika geschaut. Da war Krafttraining in der Leichtathletik und beim Fußball bereits weit verbreitet. Dann habe ich angefangen, im Fitnessstudio meine Kraftübungen zu machen, wodurch meine Laufleistungen besser wurden. Auch jetzt trainiere ich nicht, nur um Muskeln zu haben oder optisch gut auszusehen. Mir geht es darum, funktionelle Muskeln zu trainieren. Ich arbeite viel an der Explosivkraft - auch mit schweren Gewichten, um den Muskel leistungsfähiger zu machen. 

Fitness-Influencerin Imke Salander
Fitness-Influencerin Imke Salander
Credit: Red Bull
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Sports Illustrated: Muss man auch etwas selbstverliebt sein, um seinen eigenen Körper zu stählen?

Salander: Selbstverliebt ist das falsche Wort. Man muss eine gesunde Portion an Egoismus haben. Man muss verstehen, dass es der eigene Körper ist. Man bekommt diesen Körper nur einmal im Leben und wird ihn ein ganzes Leben lang haben. Die Füße, den Kopf, das Herz, die Muskeln, das alles bekommt man nur einmal. Deswegen muss man darauf achten. Wir haben alle die Chance, das Beste aus uns herauszuholen. Dabei spielt eher die Selbstliebe eine Rolle, dass man sich selbst mag und sich mit dem Sport etwas Gutes tut. Wenn man gesund und fit ist, ist man meiner Meinung nach auch glücklicher und kann anderen mehr zurückgeben.

Sports Illustrated: Wie viel Spaß macht es, wenn Sie sich im Spiegel ansehen und alle Proportionen stimmen?

Salander: Wenn man sich jeden Tag im Spiegel ansieht, kann es sein, dass man von sich selbst ein verzerrtes Bild im Kopf hat. Ich sehe zum Beispiel gar nicht mehr, ob ich zu- oder abgenommen habe. Man selbst verliert so ein bisschen den Blick dafür. Das heißt im Umkehrschluss, wenn ich in den Spiegel schaue, habe ich nicht so einen wertenden Blick, sondern mir geht es eher um das Gefühl. Ich weiß genau, ob ich mich in meinem Körper gut fühle oder nicht.

Sports Illustrated: Ihre Fotos und Videos werden von tausenden Fans bei Social Media geliked. Sehen Sie sich als Vorbild für junge Frauen?

Salander: Auf der einen Seite schon, weil man diese Vorbildfunktion nicht abstreiten kann. Man macht etwas, was in die Öffentlichkeit getragen wird. Dadurch ist man jemand, auf den geschaut wird. Dabei wird es immer Leute geben, die das nachahmen. Darum hat man auch Verantwortung der Jugend gegenüber, aber auch gegenüber den Älteren. Gleichzeitig bin ich auch jemand, der Fehler macht und ich versuche, die Leute authentisch mitzunehmen. 

Sports Illustrated: Wie würden Sie sich als Person beschreiben? Als Sportlerin, Fitnessexpertin, Influencerin oder Schauspielerin? 

Salander: Wenn man meinen Namen googelt, steht da immer Schauspielerin. Weil ich einmal gesagt habe, dass ich entweder Moderatorin oder Schauspielerin werden möchte. Aber ich mache keine Schauspielerei. Ich bin Fitness-Creator, Athletin und Moderatorin. Ich kreiere Fitness-Videos, um andere zu inspirieren und zu motivieren. Zudem mache ich Moderations-Jobs, die ich sehr liebe. Und eine Athletin bin ich, weil ich Wettkämpfe bestreite und einen gewissen Ehrgeiz mitbringe sowie die Trainingsexpertise.

Fitness-Influencerin Imke Salander
Fitness-Influencerin Imke Salander
Credit: Red Bull
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Sports Illustrated: Als Fitness-Expertin sind Sie Teil der Hyrox-Bewegung. Was steckt dahinter und warum ist Hyrox so erfolgreich?

Salander: Die Hyrox-Bewegung hat 2018 angefangen. Die hat Moritz Fürste gegründet. Wir sind gut befreundet und er hat mich damals über Facebook angeschrieben und gefragt, ob ich bei einem Shooting mitmachen möchte. Hyrox hatte noch kein Geld und er meinte: "Du bekommst dafür einen Startplatz". Ich habe das Shooting mitgemacht und am Wettkampf teilgenommen. Das hat mir unfassbar viel Spaß bereitet. Ich habe immer Laufen und später mit Gewichten trainiert. Damals hat man mir noch gesagt, dass es totaler Schwachsinn ist, wenn ich Gewichte hebe und danach laufe. Das wäre kontraproduktiv. Aber Hyrox hat mir gezeigt, dass ich als Allrounder nie auf dem Holzweg war, sondern es eine tolle Art ist, fit zu bleiben. Viele Leute fasziniert, dass Hyrox viel abverlangt, sowohl Kraft, Ausdauer und Konzentration.

Sports Illustrated: Wie sehen Ihre Ziele für die Zukunft aus? Gibt es noch sportliche Träume? 

Salander: Ich möchte noch viel mehr Herausforderungen annehmen, bei denen ich auch andere krasse Sportler begleite. Da hat Red Bull das beste Netzwerk, weil dort einfach die krassesten Athleten sind, die ich bei verschiedenen Events kennenlernen darf. Egal, ob es eine krasse Bergtour ist oder ein Skirennen, all diese Dinge möchte ich ausprobieren. Ich möchte einfach austesten, wo meine mentale Grenze ist, denn körperlich bin ich fit.

Sports Illustrated: Was war 2025 das Besondere beim Red Bull Ibiza Royale?

Salander: Ich habe mich sehr darauf gefreut, so viele Menschen von Red Bull aus unterschiedlichen Ländern kennenzulernen. Das war eine richtig coole Erfahrung, weil alle bei den Red Bull Events den gleichen Spirit haben. Dabei ist die besondere Herausforderung beim Ibiza Royale der interessante Mix aus Leistung und Spaß. Es geht die ganze Zeit bergauf. Es ist ein anstrengendes Rennen, bei dem man nicht zu schnell losrennen darf, ansonsten scheitert man an den Hindernissen und hat keine Koordination mehr. Sportliche Fähigkeiten braucht man auf jeden Fall. Vor allem Kraftausdauer, Geschicklichkeit, Koordination und Teamgeist.

Sports Illustrated: Was macht Imke Salander am liebsten, wenn sie keinen Sport macht?

Salander: Über das nächste Training nachdenken. Nein, Spaß. Was mache ich, wenn ich keinen Sport treibe? Ich gehe gerne spazieren und unterhalte mich mit Menschen, mit denen man sonst im Alltag nichts zu tun hat. Das macht richtig viel Spaß. 

Fitness-Influencerin Imke Salander
Fitness-Influencerin Imke Salander
Credit: Red Bull
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