Premier League

Wirtz über Liverpool-Wechsel: "Habe nicht mit Klopp gesprochen"

Florian Wirtz ist für knapp 120 Millionen Euro zum FC Liverpool gewechselt. Im kicker-Interview spricht der 22-Jährige über seinen neuen Verein, den Unterschied zu Deutschland und den Grund, warum er sich für die "Reds" entschieden hat.

Florian Wirtz im Trikot des FC Liverpool
Credit: Getty Images
  • Florian Wirtz über Bayern-Absage: "Kann machen, was ich will"
  • Liverpool-Star Wirtz hat nicht mit Jürgen Klopp gesprochen
  • Wirtz über Zehnerposition: "Dafür wurde ich gekauft"
 

Florian Wirtz ist neben Jamal Musiala der beste Fußballer in Deutschland. Statt zum FC Bayern zu gehen, entschied sich der 22-Jährige für einen Wechsel nach England zum FC Liverpool. Dafür schnürten die "Reds" ein 120 Millionen-Euro-Paket, das mit Bonuszahlungen auf 150 Millionen Euro anwachsen kann.

Im kicker-Interview spricht Wirtz über seine Ziele, die Premiere League und den Grund seines Wechsels.

Florian Wirtz über...

die Erwartungshaltung in Liverpool: "Natürlich bekomme ich es mit, ich weiß ja auch, wie viel Geld für mich bezahlt wurde. Aber wenn die Vereine das untereinander ausmachen, dann ist das für mich persönlich in Ordnung und kein großes Thema. Ich habe mir den Verein rausgesucht, zu dem ich hinwollte und der mich auch haben wollte. Und da will ich jetzt einfach Fußball spielen. Natürlich erwarten die Fans ein bisschen mehr, als wenn der Verein einen Spieler für wenig Geld holt. Aber ich mache mir da keinen Druck, sondern versuche, einfach mein Bestes zu geben, egal für wie viel Geld ich geholt werde. Das ist jetzt so und wird immer so sein."

seinen Wechsel und die sportliche Weiterentwicklung: "Das war der Punkt, der mich am meisten überzeugt hat. Wie schon vor fünf Jahren, als ich mit 16 von Köln nach Leverkusen gegangen bin, habe ich auch diesmal darauf geschaut, wo ich mich fußballerisch am besten weiterentwickeln kann und wo ich der erfolgreichste Spieler werden kann. Deswegen habe ich mich für Liverpool entschieden - und das bis jetzt noch nicht bereut."

"Ich habe mein ganzes Leben lang bisher in der Region von Köln, von meinen Eltern, von meinem engsten Kreis verbracht. Deshalb ist es der schwierigere Schritt, aus dem ganzen Umfeld rauszukommen und in ein anderes Land zu gehen mit all den Veränderungen. Und in eine neue Liga, die einen anderen Spielstil hat. Ich würde deshalb auf jeden Fall sagen, dass es eine größere Herausforderung ist, die ich mir bewusst ausgewählt habe, um zu bestehen und ein besserer Spieler zu werden."

seine Rolle beim FC Liverpool: "Auf der Zehnerposition - also da, wo ich eben am besten spiele. Ich wurde für diese Position eingekauft, weil mir zugetraut wurde, dass ich die Mannschaft da besser machen kann. Und ich versuche, dem so gut wie möglich gerecht zu werden."

seine Entscheidung, Leverkusen zu verlassen: "Für mich persönlich war es früh in der Saison, so Richtung Winter, ziemlich klar, dass ich im Sommer eine neue Herausforderung brauche. Weil ich einfach jemand bin, der sehr ehrgeizig ist und auch mal wieder etwas Neues braucht, damit man aus der Komfortzone rauskommt und sich auf einem höheren Niveau beweist. Für mich war relativ früh klar, dass ich im Sommer dann auch diesen nächsten Schritt machen kann."

Florian Wirtz
Florian Wirtz
Credit: Getty Images
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seine Entscheidung gegen den FC Bayern: "Ich hatte immer das Gefühl, dass ich das machen kann, was ich machen möchte. Und deshalb habe ich mir da auch überhaupt keinen Druck gemacht in der Form, dass ich mich jetzt so schnell wie möglich entscheiden muss. Ich habe mich schon sehr intensiv mit beiden Vereinen beschäftigt, es war am Ende keine einfache Entscheidung. Aber ich habe sie mit hundertprozentiger Überzeugung getroffen und bin auch froh darüber."

über Jürgen Klopp: "Nein, ich persönlich habe nicht mit ihm gesprochen."

über die Nummer 10: "Ich würde lügen, wenn ich die 10 nicht meine Lieblingsnummer nennen würde, aber nein, es war überhaupt gar kein Gedanke, dass ich irgendeinem Spieler hier die Nummer wegnehmen will. Das passt auch gar nicht zu mir. Ich hätte auch mit der 35 gespielt, wenn bis zu der nichts frei gewesen wäre. Und wer weiß, vielleicht habe ich bald eine neue Lieblingsnummer."

über die Premier League: "Es ist eine Umstellung und ein Prozess, den man über Wochen durchlaufen muss. Ich versuche, jeden Tag ein bisschen was mitzunehmen, mir Gedanken zu machen, was ich besser machen kann, auch im Training. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich mich irgendwann so weit eingespielt habe, dass ich da ganz normal im Rhythmus drin bin."

"Es ist kein komplett anderer Fußball, sondern ein Spiel wie sonst auch. Aber es ist körperlich intensiver und vielleicht auch etwas laufintensiver. Die Gegner stehen einem mehr auf den Fersen die ganze Zeit. Aber das bin ich aus der Bundesliga gewöhnt, da hatte ich auch oft eine besondere Bewachung."

über den FC Liverpool: "Man spürt, dass man in diesem Verein unter noch größerer Beobachtung steht. Alles ist eine Nummer größer, und dadurch entsteht auch ein größerer Druck, dass man abliefern muss. Natürlich gibt man sowieso immer alles, aber hier merkt man schon, dass man einfach on point da sein muss. Aber das ist kein Druck, dem man nicht standhalten kann, sondern du gewinnst dadurch auch mehr Energie. Außerdem war mir vorher klar, dass man hier jedes Spiel auf dem höchsten Niveau spielen muss."



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