Fußball

"Oura": Das steckt hinter den Ringen der Sport-Stars

Ob Hansi Flick, Thomas Müller oder Mario Götze: Immer häufiger sind Sportler neuerdings mit einem speziellen Ring an der Hand zu sehen. Der Grund ist dabei selten eine kürzliche Trauung. Was es damit auf sich hat, welche Brand dahinter steckt – und wie viel sie kosten.

Hansi Flick (Trainer FC Barcelona)
Credit: Getty Images
  • "Oura": Deswegen tragen Sportler einen Ring am Finger
  • Smart Ring: Diese Funktionen haben die neuen Gesundheits-Wearables
  • "Oura Ring 4": So viel kostet der Smart Ring

"Im Sport kommt's auf Sekundenbruchteile und Millimeter an" – eine Plattitüde, die es bei nahezu jedem Sportereignis zu hören gibt. Und doch ist klar: Auf höchstem sportlichen Niveau entscheiden oft Details über Sieg und Niederlage. Das wissen auch Sportler. Um also selbst die kleinste Nachkommastelle in der eigenen Performance kontrollieren zu können, haben sich in den letzten Jahren sogenannte Wearables – also am Körper getragene elektronische Geräte, die verschiedene biometrische und physische Daten tracken – als fester Bestandteil im Sportlerdasein etabliert.

Klar, die gängigen Gadgets sind mittlerweile bekannt: Smartwatch und Fitnesstracker haben den Weg auch in Breitensport und Lifestyle gefunden. In den vergangenen Jahren fielen jedoch immer häufiger Sport-Stars mit Ringen am Finger auf. Ob Thomas Müller, Hansi Flick oder Mario Götze: Neben dem Ehering trugen die Fußballer oft einen zusätzlichen, schwarzen Handschmuck. Was steckt dahinter?

Mario Götze (Eintracht Frankfurt) mit dem "Oura"-Ring am Finger
Mario Götze (Eintracht Frankfurt) mit dem "Oura"-Ring am Finger
Credit: Getty Images
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"Oura": Deswegen tragen Sportler einen Ring

In der Regel handelt es sich dabei um sogenannte Smart Ringe von "Oura", einem finnischen Unternehmen, das die Produkte bereits seit 2013 produziert. Wie der Name schon verrät: Beim Rund handelt es sich nicht nur um ein Accessoire. Mithilfe der eingebauten Sensoren im Ring lassen sich umfassende Gesundheitsdaten wie etwa Herzfrequenz, Schlafmuster, Körpertemperatur und Aktivität tracken. 

Der Coup mit "Oura": Der Ring ist für viele Träger diskreter als beispielsweise ein Wearable am Handgelenk. Gleichzeitig empfinden ihn Nutzer als modischer und weniger störend im Alltag oder Schlaf. So soll auch Hansi Flick während seiner Zeit als Bundestrainer die Ringe in die Mannschaft eingeführt haben. Heutzutage trägt fast die gesamte Trainer-Bank des FC Barcelonas den Schmuck an der Hand – und auch Spieler wie beispielsweise Gavi waren zuletzt mit dem Ring zu sehen.

Schlaf, Stress, Sport: Diese Daten misst der Smart Ring

"Oura" positioniert die Wearables weniger als High-Performer-Produkt, sondern vielmehr als einen "Wellness"-Begleiter, der für mehr Gesundheit im Alltag sorgen soll. Im Zentrum stehen dafür die drei Säulen Schlafqualität, „Readiness“ (Bereitschaft) und Aktivitätsanalyse. Diese ergeben sich aus über 50 Gesundheits- und Wellnessdaten, darunter Schlafphasen, Schlafqualität, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Atmungsfrequenz, Blutsauerstoffsättigung, Schrittzahl, Kalorienverbrauch, Stresslevel, Körpertemperatur oder der Glukosespiegel. Außerdem trackt der Ring den Menstruationszyklus und den Metabolismus. 

Die aufgezeichneten Daten werden in der zugehörigen "Oura"-App ausgewertet, analysiert und als personalisierte Scores, Einblicke und Empfehlungen zur Verbesserung von Schlaf, Stressbewältigung, Fitness und allgemeinem Wohlbefinden ausgespielt. 

So viel kostet der Smart Ring von "Oura"

Die vierte Generation des "Oura Ring" aus Titan ist in den günstigsten Designs und Farben ab 399 Euro erhältlich. Der Ring ist wasserdicht, bei einer Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen.

Vor kurzem stellte "Oura" zudem eine neue Linie der 4. Ringgeneration vor, die aus pastellfarbigem Keramik bestehen. Die vier Optionen kosten jeweils 549 Euro.

Die neue "Ceramic"-Linie des Oura Ring 4
Die neue "Ceramic"-Linie des "Oura Ring 4"
Credit: PR
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Um einen Einblick in alle aufgezeichneten Daten zu erhalten, ist zusätzlich ein kostenpflichtiges Abo nötig. Dieses kostet pro Monat 5,99 Euro, im Direktkauf für 12 Monate 69,99 Euro. Nicht zahlenden Mitgliedern werden nur die drei einfachen Tageswerte zu Schlaf, Tagesform und Aktivität angezeigt. 



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