Damit bleibt Watzke der mächtigste Mann im deutschen Fußball. Der Multifunktionär ist gleichzeitig Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Beim BVB wechselt Watzke im Spätjahr ins Präsidentenamt.
Die DFL hat unter der Führung Watzkes drängende Aufgaben vor Brust. So soll eine Konfrontation bei der 50+1-Regel zwischen den Ausnahmeklubs und den "normalen" Vereinen verhindert werden. Nach der vorläufigen Bewertung durch das Bundeskartellamt stehen Klagen im Raum, weil die Ausnahmeregelungen bei der sogenannten Investorensperre in der bisherigen Form nicht mehr geduldet werden. Eine Lösung soll bis zum Beginn des kommenden Jahres her.
Auch der Streit um die Übernahme der Polizeikosten bei Risikospielen, die angestrebte Kaderkosten-Regulierung im Kampf gegen Finanzprobleme der Klubs, die Digitalisierung, die Suche nach weiteren strategischen Partnern, die Stärkung der Auslandsvermarktung und der Kampf für eine europäische Kaderkosten-Obergrenze wird die DFL beschäftigen.