Stuttgart und Woltemade patzen in Berlin
Credit:
IMAGO / Matthias Koch, SID, Sebastian Räppold/Matthias Koch
IMAGO / Matthias Koch, SID, Sebastian Räppold/Matthias Koch
Die Berliner bejubelten einen Überraschungscoup zum Start in die Spielzeit 2025/26 – und den Aufstieg eines potenziell neuen Fanlieblings. Der vom Zweitligisten SC Paderborn verpflichtete Ilyas Ansah (18., 45.+4) feierte mit seinem Doppelpack ein perfektes Bundesligadebüt.
Im stimmungsvollen Stadion An der Alten Försterei ging kurz nach dem Anpfiff zunächst nichts: Eine bunte Konfetti-Choreografie der Heimfans sorgte für eine ungeplante Unterbrechung, vor dem Tor von Union-Torhüter Frederik Rönnow regnete es kleine Papierfetzen in den Vereinsfarben Rot, Weiß und Gelb. Schiedsrichter Robert Hartmann unterbrach das Spiel für rund sechs Minuten. Abhilfe schafften erst herbeigeeilte Ordnungskräfte mit Laubbläsern.
Rönnow, vor dem Anpfiff als Unions bester Spieler der Vorsaison gekürt, ließ sich von der Pause nicht ablenken und war sofort hellwach: Nach einer Flanke von Nationalspieler Maximilian Mittelstädt köpfte Julian Chabot aus kurzer Distanz wuchtig aufs Tor und zwang Rönnow zu einer Glanztat (12).
Die Chance war die Folge der spielerischen Stuttgarter Überlegenheit, aus der der VfB aber zu wenig machte. Die Unioner, die in der Vorbereitung Defizite in der Chancenverwertung hatten, bewiesen dagegen Effizienz. Ansah traf aus rund 25 Metern sehenswert zur überraschenden Führung.