Simic: Bayern hat's schwer bei "absoluten Top-Top-Spielern"

Die frühere Fußball-Nationalspielerin Julia Simic sieht den FC Bayern auf dem internationalen Transfermarkt vor wachsenden Herausforderungen. "Es zeigt sich, dass es für den FC Bayern immer schwieriger wird, die absoluten Top-Top-Spieler nach München zu holen", sagte die ehemalige Bayern-Spielerin dem Nachrichtenportal Web.de News.

Julia Simic als Sky-Expertin
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"Früher hat man solche Spieler vielleicht etwas leichter bekommen", ergänzte TV-Expertin Simic, aber: "Es gibt andere Ligen und andere Vereine, die finanziell auf einem ähnlichen oder sogar höheren Niveau sind – vor allem die Premier League in England."

Dass sich Profis wie Florian Wirtz oder Nico Williams gegen einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister entschieden haben, müsse jedoch kein Nachteil sein. "Ich glaube, man hat in den letzten Jahren gesehen, dass man nicht unbedingt immer die großen Weltstars braucht", meinte Simic (36): "Wichtig ist, dass man ein gutes und stimmiges Teamgefüge zusammenbekommt."

Als positives Beispiel nannte sie Michael Olise, der im vergangenen Sommer von Crystal Palace nach München gewechselt war. "Bevor er vor einem Jahr zum FC Bayern kam, hatten ihn viele gar nicht auf dem Schirm. Kaum jemand hätte ihn als Weltklasse-Spieler eingestuft – außer vielleicht die absoluten Insider. Heute wissen wir alle, dass er ein absoluter Unterschiedsspieler ist."

Der Transfer des Franzosen könne als Blaupause dienen. Die Bayern müssten auf dem Transfermarkt "kreativ und schlau" sein, "vielleicht andere Wege" gehen und "auch dort scouten, wo nicht jeder hinschaut".