Ohne eigene Fans: Frankfurt erkämpft Punkt in Neapel

Keine Fans, keine Tore - aber ein wichtiger Punkt: Eintracht Frankfurt hat in der Champions League Nervenstärke bewiesen und beim doppelt schwierigen Auswärtsspiel gegen den italienischen Meister SSC Neapel ein Remis erstritten. Beim Duell am Vesuv, bei dem Frankfurter Fans nicht zugelassen waren, erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller ein 0:0.

Frankfurt liefert Neapel einen harten Fight
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AFP, SID, ANDREAS SOLARO

Mit defensiver Stabilität, die bei den vergangenen beiden Niederlagen in der Königsklasse (je 1:5) gefehlt hatte, sicherte die Eintracht das Ergebnis. In der Tabelle stehen beide Mannschaften nach vier Spielen bei vier Punkten und weiterhin im Mittelfeld. Die dritte weiße Weste in dieser Saison und die gute kämpferische Leistung dürfte der Eintracht, vor dem Spieltag das Team mit den meisten Gegentoren in der Königsklasse, auch mit Blick auf die Bundesliga guttun.

Die Stadt Neapel hatte die Sicherheitsmaßnahmen vor der Partie enorm hochgefahren. Das Innenministerium hatte unter anderem die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen angeordnet, am Dienstag galt ein Aufenthaltsverbot an öffentlichen Orten für Personen, die der SGE-Fangemeinde zugeordnet werden konnten. Bis zum Anpfiff blieb es in der Stadt ruhig.

Wegen der Ausschreitungen beim vergangenen Duell der Teams im März 2023, die zahlreiche Festnahmen zur Folge hatten, waren Frankfurter Fans vom Auswärtsspiel am Vesuv ausgeschlossen worden. Die Stadt befürchtete, dass dennoch zahlreiche Anhänger anreisen würden. 

"Die Jungs haben gestern nochmal zu uns gesprochen und gesagt, dass sie gerne bei uns gewesen wären. Eine tolle Geste", sagte Toppmöller vor Anpfiff bei DAZN. Sein Team wolle umso mehr versuchen, in der "Höhle des Löwen" etwas "auf dem Platz zurückzugeben".