Zu Monatsbeginn hatte bereits Hoeneß Münchens Ambitionen in der Champions League angesichts der Milliardeninvestitionen der Klubs aus Englands Premier League in neue Spieler auffällig heruntergeschraubt. Nach Ansicht des Bayern-Ehrenpräsidenten geht der deutsche Rekordtitelgewinner als Außenseiter in einer Rolle "wie Hoffenheim" in Europas wichtigsten Vereinswettbewerb.
Hainer allerdings hat Überraschungen durch den Bundesliga-Primus noch nicht gänzlich abgeschrieben. "Wir haben eine gute Mannschaft, zusätzlich kommen in den kommenden Monaten die Verletzten in den Kader zurück. Wenn alle Rädchen greifen, ist diesem Team viel zuzutrauen", meinte der 71-Jährige, schränkte seine Zuversicht aber gleich wieder ein: "Um die Champions League zu gewinnen, braucht man am Ende des Tages auch das vielzitierte Quäntchen Glück."
Deswegen konzentrieren sich die Münchner zunächst denn auch vor allem auf die vollständige Wiederherstellung ihrer lange Jahre erdrückenden Dominanz auf nationaler Ebene. "Unser Fokus ist klar die Meisterschaft, dazu wollen wir mal wieder ins Pokal-Finale nach Berlin - und dort gewinnen", unterstrich Hainer die Zielvorgaben für das Team von Vincent Kompany. Seit dem Triple 2020 inklusive ihres 20. und bislang letzten Pokalsieg sind die Bayern bei allen fünf nachfolgenden Pokalendspielen durch vorherige Niederlagen immer nur Zuschauer gewesen.