VfL-Trainer Dieter Hecking nahm es mit Humor. "Da standen zu viele im Weg, zu viele Rot-Weiße", sagte er lachend mit Blick auf die anfangs deutlich überlegenen Leipziger, die eine frühe 3:0-Führung erzielten. Den zweiten Treffer erzielte Antonio Nusa im Anschluss an die strittige Szene (13.).
"Ich will's nicht lächerlich machen", führte Hecking weiter aus, "das passiert. Gott sei Dank passiert's, weil wir Menschen sind, weil's nicht nur immer die Moderne sein muss. Es war wieder Fußball wie früher. Der Schiri konnte nichts sehen, er hat auf Tor entschieden - richtig aus meiner Sicht. Es war anscheinend nicht anders zu lösen."
DFB-Schiedsrichtersprecher Alexander Feuerherdt bestätigte der Bild: "Keine Kamera konnte zweifelsfrei auflösen, ob der Spieler im Abseits stand oder nicht. Deshalb gilt die Entscheidung auf dem Feld." So warteten beide Mannschaften zwar vor dem Wiederanpfiff noch, weil der Videoassistent Guido Winkmann sich gemeldet hatte. Doch es blieb bei der Entscheidung von Schiedsrichter Robert Hartmann. Bochum kämpfte sich dank des Hattricks von Myron Boadu in der zweiten Halbzeit noch zurück.