Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln

Ein diskutabler Elfmeterpfiff bringt die Wende: Der VfB Stuttgart dreht das Spiel beim 1. FC Köln.

Die Szene vor dem Ausgleich sorgt für Aufregung
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IMAGO/Brauer-Fotoagentur, SID, Stefan Brauer

Köln (SID) Trainer Lukas Kwasniok reichte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck kurz die Hand und eilte rasch weiter, Torhüter Marvin Schwäbe schüttelte frustriert den Kopf. Beim 1:2 (1:1) des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart hatte Jöllenbeck eine Hauptrolle übernommen, sein diskutabler Elfmeterpfiff verhalf den Gästen zu einer erfolgreichen Aufholjagd, an deren Ende der dritte Saisonsieg stand.

Vor dem verwandelten Elfmeter von Ermedin Demirovic (28.) hatte Jöllenbeck lange Zeit die Videobilder studiert. Schwäbe, der Demirovic beim Versuch, den Ball wegzuschlagen, getroffen hatte, nahm die Schuld auf sich. "Natürlich treffe ich ihn, er läuft weiter, wenn man die Bilder sieht, muss man den geben", sagte er bei DAZN: "Wir hatten unsere Chancen, wir waren etwas zu unsauber, der Matchplan war okay, es wäre mehr drin gewesen."

Demirovic erwiderte, dass es ihm "leid" tue, "dass die Situation so aussieht, aber jeder, der mich kennt, weiß, dass es nicht mein Naturell ist, auf dem Boden zu liegen". Er müsse "lernen, solche Dinge anzunehmen und zu fallen." Josha Vagnoman (81.) sorgte für den späten Siegtreffer der Schwaben, die nach einem ganz frühen Tor von Jakub Kaminski (4.) zurückgelegen hatten und den dritten Pflichtspielsieg innerhalb von neun Tagen feierten. 

Einen Tag nach der Mitgliederversammlung erwischten die Gastgeber vor den Augen des neu gewählten Präsidiums um Präsident Jörn Stobbe den deutlich besseren Start. Ache bekam in der Mitte zu viel Platz, Kaminski musste den Steckpass nur noch an Nübel vorbeischieben. Ache hätte nachlegen können, seinen Heber über Nübel hinweg klärte Luca Jaquez so gerade eben vor der Linie (7.).