"Ich bin sehr glücklich darüber, dass klares Recht gesprochen ist", sagte Bobic nach der Urteilsverkündung am Donnerstag. "Ich wünsche mir, dass es jetzt vorbei ist. Es obliegt der Hertha, ob es jetzt vorbei ist. Es hätte schon viel früher vorbei sein können."
Dem sportlich und finanziell angeschlagenen Hauptstadtklub bleibt die Möglichkeit eines Nachverfahrens, das als normaler Zivilprozess mit Zulassung aller Beweismittel geführt würde. Unabhängig davon muss Hertha die Summe, die Bobic zusteht, bei Gericht hinterlegen.
Bobic war im Juni 2021 als Sport-Geschäftsführer zur Hertha gekommen und im Januar 2023 nach der Derby-Niederlage gegen den 1. FC Union (0:2) zunächst ordentlich, später außerordentlich gekündigt worden. Gegen beide Kündigungen wehrte sich der Europameister von 1996 juristisch.
Die Klage umfasst zweieinhalb Monatsgehälter (rund 594.000 Euro) sowie eine Abfindung in Höhe von 2,76 Millionen Euro. Einschließlich Zinsen, Anwalts- und Gerichtskosten dürfte die Belastung für Hertha die Vier-Millionen-Marke deutlich überschreiten.