"Ausdruck von Qualität": Bayern schwärmen von Coup bei PSG

Der reumütige Luis Díaz wartete erleichtert als erster Gratulant in der Kabine, wo er die Münchner Abwehrhelden zur Siegesfeier empfing. "Er hat jeden Spieler abgeklatscht", berichtete Sportvorstand Max Eberl nach dem eindrucksvollen Ausrufezeichen des FC Bayern bei Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain (2:1), "das zeigt genau dieses Mannschaftsgefüge."

Die Bayern feiern auch in Paris
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AFP, SID, Thomas SAMSON

Mit unbändigem Willen und riesiger Aufopferungsbereitschaft hat der deutsche Fußball-Rekordmeister viel mehr als nur seine Rekordserie auf jetzt 16 Pflichtspielerfolge nacheinander verlängert. Mit dem fünften Sieg in der Königsklasse über PSG in Folge haben die Bayern ein unüberhörbares Signal an Europa gesendet, dass mit ihnen beim Kampf um den Henkelpott zu rechnen ist.

Dank Díaz - und trotz Díaz, der doppelt traf (4./32.) und dann nach einer heftigen Grätsche gegen Achraf Hakimi die Rote Karte (45.+7) sah. "Er ist der Mannschaft dankbar, aber andersrum ist die Mannschaft auch ihm dankbar", sagte Eberl über den großen Teamgeist.

Macht er die Bayern zum Titelfavoriten? "16 Siege am Stück ist erstmal Ausdruck von Qualität, und dabei eben den Klubweltmeister und den Champions-League-Sieger geschlagen - das ist schon eine sehr gute Ausgangslage. Aber es geht weiter, wir wollen mehr", sagte Eberl nach der "Schlacht" vom Prinzenpark.

Dort spielten die Gäste Europas Könige 45 Minuten lang an die Wand. Jonathan Tah nannte das "brillant", Joshua Kimmich fand es "herausragend gut. Wir haben ihnen sehr weh getan. Wir waren richtig griffig, hatten viele sehr gute Chancen, waren körperlich sehr präsent. Es war eine der intensivsten Halbzeiten meiner Karriere. Nach 25 Minuten habe ich mal nach oben geguckt und gedacht, ich kippe gleich um."