MLS

New-York-Star und „Mister RB": Emil Forsberg im Interview

Emil Forsberg wurde bei RB Leipzig zur Vereinslegende und spielt seit 2024 im „Big Apple“ für die New York Red Bulls. Im Interview mit Sports Illustrated spricht er über den Unterschied zwischen MLS und Bundesliga, den RB-Kosmos und seine Leidenschaft für die Formel1.

Emil Forsberg von den New York Red Bulls
Credit: Styled by Alpha Tauri
 

Sports Illustrated: Sie sind im Januar 2024 aus Leipzig nach New York gewechselt – wie steht es um Ihre Deutsch-Kenntnisse? Sind die schon etwas eingerostet? 

Emil Forsberg: Ich fürchte schon. Aber ich finde mein Deutsch nicht so schlecht. Man muss bedenken, dass ich zu Beginn meiner Leipzig-Zeit nur drei Monate Deutsch-Unterricht hatte. Den Rest habe ich durch die Kabine gelernt. 

Sports Illustrated: Wir sprechen Sie im Rahmen eines Alpha-Tauri-Shootings, Sie spielen seit zehn Jahren im RB-Kosmos – könnte man Sie als Mister Red Bull bezeichnen? 

Forsberg: Auf jeden Fall fühle ich mich dem Konzern sehr verbunden. Es ist unglaublich, was wir in den vergangenen Jahren gemeinsam erreicht haben, wie hier alles gewachsen ist. Als ich 2015 nach Leipzig gekommen bin, hätte ich nie gedacht, mit dem Klub große Titel zu gewinnen. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und habe einfach eine gute Zeit – auf und neben dem Platz. Alle bei RB sind extrem ambitioniert, deshalb ist die Reise auch noch lange nicht vorbei. 

Sports Illustrated: Wie unterscheiden sich die Rahmenbedingungen in Leipzig und New York?

Forsberg: In Leipzig ist alles eine Nummer größer. Aber auch hier sind die Bedingungen top, es wird professionell gearbeitet. Wir sind eine große Familie, ich fahre jeden Tag gerne hierher und verstehe mich mit allen sehr gut. Aber auch in Leipzig war das Miteinander familiär. Ich finde es wichtig, eine Atmosphäre zu kreieren, in der alle gerne zusammenarbeiten und sich alle wohlfühlen. Nur so kann man auf dem Platz erfolgreich sein. 

Sports Illustrated: Wie denken Sie heute über Ihren Abschied aus Leipzig? 

Forsberg: Es war der perfekte Abschied. Von den Fans gefeiert und so nett verabschiedet zu werden und im letzten Spiel ein Tor zu machen – besser geht es nicht. Ich kann und werde nichts Schlechtes über Leipzig sagen. 

Emil Forsberg bei einem Spiel mit RB Leipzig
Kapitän und Führungsfigur: Bei RB Leipzig wurde Forsberg zur Vereinslegende
Credit: Imago
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Sports Illustrated: Wo steht die MLS im Vergleich zu Europas Top-Ligen? 

Forsberg: Fußballerisch gibt es da natürlich Unterschiede. Aber das Niveau ist trotzdem gut, es spielen viele Top-Spieler in der Liga. Ich habe mich bewusst zudem Schritt entschieden, mir war klar, dass das Niveau in der Bundesliga höher ist. Ich möchte hier eine ähnliche Reise wie in Leipzig erleben. Das erste Jahr war wirklich gut. Wir wurden Eastern Conference Champions, haben eine super Saison gespielt und auch viele Entwicklungen abseits des Platzes im Klub angestoßen. Wir sind gerade dabei eine eigene Mentalität zu entwickeln. 

Sports Illustrated: Wie ist das Leben im Big Apple? 

Forsberg: Die Stadt ist natürlich beeindruckend, aber ich gehe entspannt damit um. Ich bin gar nicht so oft im Zentrum, sondern eher zuhause oder am Trainingsgelände. Dort ist es ruhiger und ich kann mich voll auf den Fußball konzentrieren. 

Sports Illustrated: Was fehlt Ihnen aus ihrer Heimat Schweden in New York? 

Forsberg: Das ist einfach: Das Essen!

Sports Illustrated: Sie sind großer Formel1-Fan. Aus was freuen Sie sich in der kommenden Saison am meisten? 

Forsberg: Allein aus Red-Bull-Sicht muss ich natürlich sagen, dass ich hoffe, dass Max Verstappen weiterhin so viel gewinnt. Ich mag ihn aber auch persönlich sehr. Auch auf Lewis Hamilton im Ferrari bin ich gespannt, das bringt frischen Wind in die Formel1. Ich habe mir vorgenommen, noch mehr Rennen zu besuchen. Letztes Jahr war ich Miami, ein richtig cooles Erlebnis. Das war auf jeden Fall nicht mein letztes Rennen. 



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