1. Bundesliga

Said El Mala: Darum schwärmt Bayern-Coach Kompany über den Kölner

Said El Mala begeistert in Köln mit Tempo, Mut und Instinkt. Bei Europas Topklubs – PSG, Inter Mailand und dem BVB – hat er längst Interesse geweckt. Nun wird das Talent auch für Bayern-Trainer Vincent Kompany zum Gesprächsthema.
 

Said El Mala
Credit: Getty Image

 

Said El Mala ist einer der spannendsten Namen dieser Bundesliga-Hinrunde. Der 19-jährige Flügelspieler des 1. FC Köln hat in nur wenigen Wochen den Sprung vom Drittliga-Juwel zum Bundesliga-Matchwinner geschafft. Drei Tore und eine Vorlage in seinen ersten neun Pflichtspielen zeigen, wie schnell er sich an das höhere Tempo gewöhnt hat.

Kein Wunder, dass selbst Bayern-Trainer Vincent Kompany aufmerksam geworden ist. „Er hat diese erste Beschleunigung – und dann nochmal eine zweite. Das überrascht viele Verteidiger“, schwärmte der Belgier jüngst. El Mala bringt etwas mit, das im deutschen Fußball selten geworden ist: Instinkt. Er geht ins Risiko, dribbelt mit Mut und Unberechenbarkeit – und verbindet dabei Straßenfußball mit Effizienz.

Seine Energie kommt nicht von ungefähr: Schon mit 15 wurde er bei Borussia Mönchengladbach aussortiert, kämpfte sich über Meerbusch und Viktoria Köln zurück. Diese Umwege haben ihn geprägt – heute spielt er mit der Selbstverständlichkeit eines Profis, der sich jeden Meter erarbeiten musste.

PSG und Dortmund beobachten den Kölner Shootingstar

Kompanys Bewunderung ist kein Zufall. Der Bayern-Coach liebt Spieler, die Tempo mit Mut kombinieren – Attribute, die El Mala verkörpert wie kaum ein anderer. Mit seinem explosiven Antritt, seiner Physis und seiner Entschlossenheit im Abschluss bringt der 19-Jährige genau das Profil mit, das Bayern zuletzt gefehlt hat. 

Said El Mala (1. FC Köln)
Said El Mala (1. FC Köln)
Credit: Getty Images
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Auch andere Topklubs sind aufmerksam geworden. Paris Saint-Germain soll laut Sport Bild bereit sein, rund 40 Millionen Euro für den U21-Nationalspieler zu zahlen. Manchester City, Inter Mailand und Borussia Dortmund beobachten seine Entwicklung ebenfalls genau. Beim 1. FC Köln weiß man jedoch, was man an ihm hat: El Mala steht bis 2030 unter Vertrag, sein Marktwert liegt laut Transfermarkt bei rund 18 Millionen Euro, Tendenz steigend. Doch an einen Verkauf denkt man am Rhein nicht – dafür ist der Flügelspieler zu wichtig für die Entwicklung des Teams. Seine Geschichte, geprägt von Rückschlägen und unerschütterlichem Ehrgeiz, macht ihn zum Gesicht dieses neuen, mutigen 1. FC Köln.

Lennart Karl und Said El Mala: Struktur trifft Instinkt

Im Vergleich zu Bayerns Eigengewächs Lennart Karl zeigt sich, wie unterschiedlich Erfolg im Fußball entstehen kann. Karl, der 17-jährige Spielgestalter des Rekordmeisters, steht für Kontrolle, Disziplin und das Spiel mit System. El Mala dagegen verkörpert Instinkt – das Ungeplante, das Mutige, das Überraschende. Wo Karl das Tempo vorgibt, reißt El Mala mit. Zwei Spielertypen, die gegensätzlich wirken und sich doch ergänzen könnten.

Vielleicht ist es genau das, was Vincent Kompany so fasziniert. In Karl sieht er Struktur, in El Mala das Feuer. Beide sind auf ihre Weise Zukunftsprojekte des deutschen Fußballs – und Symbolfiguren einer Generation, die wieder mutiger spielt. Dass Kompany dabei ganz genau hinsieht, überrascht also nicht. Am 29. Oktober stehen sie sich im Pokal erstmals gegenüber – und wer weiß, vielleicht irgendwann auch im selben Team.

 



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