Niko Kovač: Alles zur Karriere, Titeln, Gehalt und Privates
- Niko Kovač: Alles zur Karriere, Titeln, Gehalt und Privates
- Kovač ist seit Februar 2025 Cheftrainer von Borussia Dortmund
- Niko Kovač führte Kroatien als Kapitän zur WM 2006
Niko Kovač: Wann und wo wurde er geboren?
Niko Kovač wurde am 15. Oktober 1971 in West-Berlin geboren. Seine Eltern waren aus Livno im damaligen Jugoslawien (heute Bosnien-Herzegowina) nach Deutschland ausgewandert und bauten sich im Berliner Stadtteil Wedding ein neues Leben auf.
Dort wuchs Kovač gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Robert und seiner Schwester auf. Der Sohn kroatischer Einwanderer besuchte die Wedding-Grundschule und legte später am Lessing-Gymnasium das Abitur ab. Anschließend begann er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Früh übernahm er Verantwortung – als ältester Sohn der Familie ebenso wie auf dem Fußballplatz.
Niko Kovač: Wie begann seine Karriere als Fußballspieler?
Niko Kovač begann seine Fußballkarriere beim Berliner Verein Rapide Wedding. Dort machte der talentierte Mittelfeldspieler seine ersten Schritte im organisierten Fußball. 1989 wechselte er zu Hertha 03 Zehlendorf, wo er seine Ausbildung fortsetzte und in der drittklassigen Oberliga erste Einsätze im Männerbereich sammelte.
Schon in dieser Zeit fiel Kovač durch Disziplin, Fleiß und seine Rolle als Führungsspieler auf – Eigenschaften, die ihn später auch als Profi und Trainer auszeichneten.
Niko Kovač: Welche Vereine prägten seine Spielerkarriere?
Nach seinen Anfängen bei Rapide Wedding und Hertha 03 Zehlendorf wechselte Niko Kovač 1991 zu Hertha BSC, wo er sich in der 2. Bundesliga schnell als Stammspieler etablierte. Fünf Jahre lang war er im Mittelfeld der Berliner Leistungsträger, bevor er 1996 zu Bayer 04 Leverkusen ging. Dort sammelte er internationale Erfahrung in der Champions League und wurde 1999 Vizemeister.
Anschließend spielte Kovač zwei Jahre für den Hamburger SV, ehe er 2001 vom FC Bayern München verpflichtet wurde. Mit den Münchnern gewann er 2003 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Nach weiteren Jahren bei Hertha BSC zog es ihn 2006 nach Österreich zum FC Red Bull Salzburg, wo er zweimal österreichischer Meister wurde und 2009 seine aktive Karriere beendete.

Niko Kovač: Welche Rolle spielte er in der kroatischen Nationalmannschaft?
Niko Kovač trug über viele Jahre das Trikot der kroatischen Nationalmannschaft und zählte zu ihren prägenden Figuren. Sein Debüt gab er 1996, insgesamt absolvierte er 83 Länderspiele und erzielte dabei 14 Tore. Als zentraler Mittelfeldspieler führte er das Team mit großem Einsatz und taktischem Verständnis an – bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland sogar als Kapitän.
Kovač nahm mit Kroatien an vier großen Turnieren teil: den Weltmeisterschaften 2002 und 2006 sowie den Europameisterschaften 2004 und 2008. Bei beiden Weltmeisterschaften trug er sich jeweils einmal in die Torschützenliste ein. Im Januar 2009 beendete er seine aktive Laufbahn im Nationaltrikot und blieb den kroatischen Farben später auch als Trainer treu.
Niko Kovač: Welche Erfolge feierte er?
Niko Kovač blickt auf eine erfolgreiche Laufbahn als Spieler zurück, in der er sowohl national als auch international Titel gewann. Mit dem FC Bayern München feierte er 2003 das Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal, zuvor hatte er 2001 bereits den Weltpokal mit den Münchnern gewonnen. In Österreich krönte er seine Karriere mit dem FC Red Bull Salzburg, wo er 2007 und 2009 die Meisterschaft gewann.
Auch in der kroatischen Nationalmannschaft gehörte er zu den Leistungsträgern und führte das Team 2006 als Kapitän zur Weltmeisterschaft nach Deutschland. Seine 83 Länderspiele und 14 Tore machen ihn bis heute zu einem der erfahrensten Mittelfeldspieler, die je für Kroatien aufliefen.
Niko Kovač: Wie begann seine Trainerkarriere?
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn beim FC Red Bull Salzburg im Jahr 2009 blieb Niko Kovač dem Fußball treu. In Salzburg übernahm er zunächst die zweite Mannschaft, die Juniors, und sammelte dort erste Erfahrungen an der Seitenlinie. Später unterstützte er die Profimannschaft als Co-Trainer, bevor er 2012 den Verein verließ.
Anfang 2013 kehrte Kovač in den kroatischen Fußball zurück: Der Verband berief ihn zum Trainer der U21-Nationalmannschaft, gemeinsam mit seinem Bruder Robert als Assistenten. Nur wenige Monate später übernahm er die A-Nationalmannschaft und führte Kroatien über die Play-offs gegen Island zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Niko Kovač: Welche Vereine prägten ihn als Trainer?
Nach seinem Engagement als Nationaltrainer Kroatiens übernahm Niko Kovač im März 2016 den Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Dort gelang ihm gleich in seiner ersten Saison der Klassenerhalt über die Relegation, ein Jahr später führte er die Hessen ins DFB-Pokal-Finale. 2018 gewann Frankfurt unter seiner Leitung überraschend den DFB-Pokal – Kovačs erster großer Titel als Trainer.
Kurz darauf wechselte er zum FC Bayern München, mit dem er in seiner ersten Saison das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg holte. Nach seinem Abschied aus München trainierte Kovač von 2020 bis Ende 2021 die AS Monaco, mit der er in Frankreich Dritter wurde und das Pokalfinale erreichte. Im Sommer 2022 kehrte er in die Bundesliga zurück und übernahm den VfL Wolfsburg. Nach knapp zwei Jahren endete das Engagement im März 2024.
Niko Kovač: Wie kam er zum BVB?
Im Februar 2025 übernahm Niko Kovač das Amt des Cheftrainers bei Borussia Dortmund. Der BVB stand zu diesem Zeitpunkt im Tabellenmittelfeld und hatte nach einer schwierigen Phase mit mehreren Trainerwechseln dringend nach Stabilität gesucht. Kovač kam als erfahrener Bundesliga-Coach mit der Aufgabe, die Mannschaft wieder in die Spitzengruppe zu führen.
Unterstützt wurde er dabei von seinem Bruder Robert und Filip Tapalović als Co-Trainern. Der Start verlief holprig, mit zwei Niederlagen zu Beginn, doch anschließend fand die Mannschaft unter Kovač schnell ihren Rhythmus. Mit neun Siegen aus den folgenden vierzehn Spielen führte er Dortmund auf Platz vier und damit in die Champions League. Auch international setzte der BVB ein Ausrufezeichen, erreichte das Viertelfinale der Champiuons League und verlängerte im August 2025 den Vertrag mit Kovač bis Sommer 2027.
Niko Kovač: Wie viel Gehalt bekommt er beim BVB?
Seit seinem Amtsantritt bei Borussia Dortmund gehört Niko Kovač zu den bestbezahlten Trainern der Bundesliga. Sein Jahresgehalt soll rund vier Millionen Euro betragen, damit verdient er deutlich mehr als sein Vorgänger Nuri Şahin, der bei etwa 2,5 Millionen Euro lag.
In Wolfsburg lag Kovačs Einkommen zuvor noch etwas höher, Schätzungen zufolge bei rund 4,5 Millionen Euro pro Jahr.
Niko Kovač: Wie hoch ist sein Vernögen?
Zu seinem privaten Vermögen macht der Trainer keine Angaben, Medien schätzen es jedoch auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Neben seinen Gehältern aus Bundesliga, Ligue 1 und Nationalmannschaft trugen auch Prämien aus Erfolgen wie Pokalsiegen und Meistertiteln zu seinem finanziellen Erfolg bei.
Das Vermögen von Niko Kovač wird auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen die Werte seiner Immobilien.
Niko Kovač: Ist er verheiratet?
Niko Kovač ist seit 1999 mit seiner Frau Kristina verheiratet. Die beiden kennen sich bereits seit der Schulzeit, 2001 kam ihre gemeinsame Tochter Laura zur Welt. Die Familie meidet die Öffentlichkeit weitgehend, Auftritte in sozialen Medien oder privaten Interviews sind selten. Kovač selbst gilt als bodenständig und diszipliniert, abseits des Fußballs verbringt er seine Zeit am liebsten mit Sport, etwa beim Joggen oder Tennis.
Einen wichtigen Platz in seinem Leben nimmt der Glaube ein. Der praktizierende Katholik betont immer wieder, dass ihm sein christlicher Glaube Ruhe und Orientierung gibt. Während seiner Zeit beim FC Bayern sagte er einmal, andere suchten mentale Unterstützung beim Psychologen – er finde sie im Glauben.
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