Manuel Neuer: So geht’s mit dem Keeper beim FC Bayern weiter
- Manuel Neuer überzeugt beim FC Bayern mit konstant starken Leistungen
- Eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus gilt als wahrscheinlich
- Neuer bleibt eine Schlüsselfigur im Team von Vincent Kompany
Manuel Neuer bleibt auch mit knapp 40 Jahren eine Schlüsselfigur beim FC Bayern. Der Kapitän überzeugt mit konstant starken Leistungen und gilt weiterhin als Rückhalt auf und neben dem Platz. Sein Vertrag läuft bis Sommer 2026 – doch sowohl der Verein als auch der Torwart selbst können sich gut vorstellen, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Die Gespräche über eine mögliche Verlängerung sollen laut Medienberichten noch in diesem Jahr Fahrt aufnehmen.
"Ich muss auf meine Knochen achten. Es ist schon spät, und das merke ich jetzt schon wieder. Mal schauen, wie es nach dem Aufstehen ist", erklärte Neuer nach dem 4:0-Sieg am Mittwoch in der Champions League gegen den FC Brügge in der Mixed Zone. "Ja, jetzt läuft der Arzt gerade vorbei. Muss ich kurz warten", witzelte der Bayern-Keeper und lächelte: "Es gibt gute - und bessere Tage."
Nach seiner schweren Beinverletzung 2022 hatte sich Neuer eindrucksvoll zurückgekämpft. In der aktuellen Saison zeigt er sich stabil, souverän und zuverlässig, wie zuletzt beim 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund. Auch im Training ist er stets einer der Ersten auf dem Platz. Der Rekordmeister weiß, was er an seinem erfahrenen Schlussmann hat – sportlich wie menschlich.
So plant der FC Bayern mit Manuel Neuer
Intern soll der Verein bereits die nächsten Schritte vorbereiten. Klar ist: Wenn Neuer seine aktuelle Form hält und verletzungsfrei bleibt, soll über eine Verlängerung über 2026 hinaus gesprochen werden. Wahrscheinlich wäre ein weiteres Einjahresmodell, dass beiden Seiten Flexibilität bietet.
So könnte Neuer bis Sommer 2027 im Tor stehen – im Alter von dann 41 Jahren. Der Keeper selbst verspürt keinen Druck, eine schnelle Entscheidung zu treffen. Stattdessen genießt er es, beschwerdefrei zu trainieren und auf höchstem Niveau zu spielen.

Parallel denken die Bayern-Verantwortlichen langfristig. Mit Jonas Urbig wächst in München ein junger Torhüter heran, während Daniel Peretz aktuell an den Hamburger SV verliehen ist und Alexander Nübel als Stammkeeper beim VfB Stuttgart überzeugt.
Eine erneute Verlängerung von Neuer hätte jedoch direkte Auswirkungen auf die Zukunft dieser Keeper. Besonders bei Nübel gilt eine Rückkehr nach München nur als realistisch, wenn Neuer seine Karriere beim FC Bayern beendet. Sollte der Kapitän verlängern, wäre ein Verkauf des 29-Jährigen wahrscheinlich.
Nübel mit starker Saison beim VfB Stuttgart
Alexander Nübel spielt in Stuttgart eine starke Saison und blieb in sieben Bundesliga-Partien bereits viermal ohne Gegentor. Dennoch wäre eine weitere Saison in München für ihn kaum vorstellbar, sollte Neuer bleiben. Finanzielle Aspekte spielen dabei ebenfalls eine Rolle: Aktuell übernimmt der FC Bayern noch einen großen Teil seines Gehalts – Schätzungen zufolge rund zwei Drittel der etwa elf Millionen Euro jährlich.
Läuft Neuers Karriere weiter, will der Klub diese Kosten künftig einsparen und Nübel im Sommer für eine Ablösesumme zwischen 20 und 25 Millionen Euro verkaufen. Für Stuttgart wäre das zu viel, für Vereine aus der Premier League dagegen ein realistisches Szenario. Auch bei Peretz wird die Entwicklung genau verfolgt, da er beim HSV bislang nur die Rolle des Ersatzkeepers innehat.
München (dpa) - Bayern-Kapitän Manuel Neuer ist der Frage nach dem Zeitpunkt seiner möglichen Vertragsverlängerung in München humorvoll ausgewichen. «Ich muss auf meine Knochen achten. Es ist schon spät, und das merke ich jetzt schon wieder. Mal schauen, wie es nach dem Aufstehen ist», sagte der 39-Jährige in der Nacht zum Donnerstag nach dem 4:0 des deutschen Fußball-Rekordmeisters in der Champions League gegen den FC Brügge aus Belgien.
Der Vertrag von Deutschlands Rekordtorhüter, der seit Sommer 2011 im Bayern-Tor steht, läuft am Saisonende aus. Eine Verlängerung um ein weiteres Jahr ist eine vieldiskutierte Option und würde den Generationswechsel im Münchner Tor einmal mehr vertagen. Als der langjährige Nationaltorhüter gefragt wurde, wie es denn nach dem Aufstehen bei ihm normalerweise so sei, scherzte er: «Ja, jetzt läuft der Arzt gerade vorbei. Muss ich kurz warten.» Dann lächelte er verschmitzt und sagte: «Es gibt gute - und bessere Tage.»
Nach dem zwölften Sieg im zwölften Pflichtspiel der Saison und dem dritten Erfolg in der Champions League belegen die Münchner in der Königsklassen-Tabelle den zweiten Platz hinter Titelverteidiger Paris Saint-Germain. In zwei Wochen kommt es in Frankreichs Hauptstadt zum direkten Duell mit PSG. Der Tabellenführer ist ebenfalls mit neun Punkten gestartet.
Neuer über Kompany-Vertrag: «Der logische Schritt»
Seinen Vertrag bereits verlängert hat Trainer Vincent Kompany. Der belgische Coach unterschrieb am Tag vor dem Brügge-Spiel vorzeitig einen neuen Kontrakt bis zum 30. Juni 2029. «Ich finde einfach, dass es der logische Schritt ist. Ich glaube, er macht sehr gute Arbeit mit seinem Team zusammen. Es macht Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen», sagte Neuer.
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