Borussia Dortmund: Diese Dinge ändert Niko Kovač beim BVB sofort
- BVB: Diese Dinge ändert Neu-Trainer Niko Kovač
- Diese Stars müssen vor Niko Kovač zittern
- Bundesliga: Emre Can soll wichtige Rolle unter Kovač spielen
Es ist die aktuell spektakulärste Trainer-Personalie der Bundesliga: Am Dienstag hatte der ehemalige Bayern- und Frankfurt-Trainer Niko Kovač seinen ersten Arbeitstag als Chefcoach bei der kriselnden Borussia aus Dortmund. Bereits bei seiner ersten Pressekonferenz in Amt und Würden scheute sich der 53-Jährige nicht vor klaren Ansagen und stellte die ersten Weichen für seine Amtszeit.
Während BVB-Sportchef Lars Ricken verlauten ließ, dass Kovač für Erfolg stehe, predigte der gebürtige Berliner sein in der Bundesliga bekanntes Motto der harten Arbeit. „Wo ich herkomme, ging nichts von allein, sondern durch harte Arbeit. Deshalb glaube ich, dass ich hier ganz gut hinpasse“, erklärte er. Es ist eine pragmatische „Ärmel-hoch-Mentalität“, mit der Kovač die kriselnde Borussia stabilisieren will.
In der Bundesliga ist der BVB auf Rang elf abgerutscht, im DFB-Pokal sind die Schwarz-Gelben raus, in der Champions League wartet der Umweg über die Playoffs. Es könnte angenehmere Situationen für den Amtsantritt eines neuen Übungsleiters geben. Aber: Der Rückstand auf Champions-League-Platz vier beträgt lediglich vier Punkte, in den Playoffs wartet mit Sporting Lissabon eine lösbare Aufgabe. Auf den zweiten Blick bietet die verzwickte BVB-Lage Kovač also die Chance, mit scheinbar simplen Anpassungen, eine ganze Saison zu retten. Sports Illustrated erklärt, welche Dinge der Neu-Coach jetzt ändert.
Borussia Dortmund: Kovač bringt Disziplin zurück
Wer Kovačs Weg verfolgt hat, weiß: Wie kaum ein anderer erfolgreicher Trainer im Weltfußball steht Kovač für das Mantra der harten Arbeit und Disziplin. Dafür scheut er auch den Konflikt mit seinen Spielern nicht. Auch wenn er seinen Knallhart-Kurs in der Vergangenheit etwas modifiziert hat, kündigte er auf der PK an: „Ich habe gewisse Vorstellungen, was ich einfordere: Disziplin, Leidenschaft, Intensität. Dann gibt es vielleicht den einen oder anderen, der das gut findet, und den einen oder anderen, der sagt: Das ist aber etwas zu viel.“ Bedeutet übersetzt: Wer nicht spurt, spielt nicht.
Diese Einstellung dürfte der BVB-Mannschaft, der in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder Mentalitätsprobleme und eine gewisse Larifari-Einstellung vorgeworfen wurde, guttun. Öffentliche Streitereien zwischen Spielern, wie nach der Pleite bei Holstein Kiel im Januar, dürfte es unter Kovač nicht geben. So sagte der Trainer, er habe in den vergangenen Wochen eine Mannschaft gesehen, die „nicht alles abgerufen hat, was sie kann“. Das will der Neu-Trainer schleunigst ändern.
Borussia Dortmund: Auf diese Stars setzt Kovač
Im Vorfeld der PK wurde aus vielen Ecken gemutmaßt, ob der seit Monaten in der Kritik stehende BVB-Kapitän Emre Can wohl das erste Kovač -Opfer werden könnte. Genau das Gegenteil trat allerdings ein. Kovač stärkte Can den Rücken, bestätigte ihn in seiner Rolle als Kapitän und bekräftigte, dass der Defensivspieler sein „volles Vertrauen“ erhalte. Bedeutet übersetzt: Can ist bei Kovač erst einmal gesetzt.
Ebenso vielsagend äußerste sich der Trainer über ein weiteres BVB-Sorgenkind der vergangenen Monate: Niklas Süle. Der Verteidiger, der nach einer Verletzung vor der Rückkehr ins Teamtraining steht und den Kovač bereits aus gemeinsamen Bayern-Tagen kennt, wurde von seinem neuen alten Trainer als „Spieler für die WM 2026“ bezeichnet. Außerdem stellte Kovač Süle baldige Einsätze in Aussicht. Damit dürften die Karten im Kampf um einen Stammplatz in der BVB-Defensive neu gemischt werden.

Borussia Dortmund: Diese Spieler müssen zittern
Allen voran Innenverteidiger Waldemar Anton und Mittelfeldspieler Julian Brandt. Anton dürfte dem von Kovač prognostizierten Süle-Aufschwung zum Opfer fallen. Da der Trainer auf der PK betonte, dass er auch Can auf der zentralen Abwehrposition sehe und Nico Schlotterbeck sowieso gesetzt ist, dürfte Anton seinen Platz nach Süles Rückkehr verlieren.
Brandt könnte indes einem Kovač-Muster zum Opfer fallen, das sich bisher durch alle seine Stationen zog: Der Ausmusterung eines offensiven Kreativspielers. Während seiner Bayernzeit rasierte Kovač FCB-Ikone Thomas Müller, beim VfL Wolfsburg traf es Stammspieler Max Kruse. Beide eint, dass sie in ihrer Art als Freigeister nicht ins disziplinierte Kovač-System passen. Gut vorstellbar, dass Kovač auch beim BVB auf seine bewährte Fünferkette-Kette und schnelle Offensivspieler setzt – zum Leidwesen von Brandt.

Auch andere prominente BVB-Gesichter, wie Verteidiger Yann Couto, Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer oder Stürmer Maximilian Beier dürften es unter Kovač schwer haben. Denn: Es wurde deutlich, dass der neue Coach auf seiner BVB-Rettungsmission mehr auf harte Arbeit als auf Schönspielerei setzt.
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