1. Bundesliga

Borussia Dortmund: Das sind die größten BVB-Transferbaustellen

Borussia Dortmund steht im Sommer vor einem umfassenden Umbruch. Nach einer enttäuschenden Saison müssen die Verantwortlichen den Kader neu strukturieren. Sports Illustrated nennt die größten BVB-Transferbaustellen. 

Spieler von Borussia Dortmund bejubeln ein Tor
Credit: Imago
 

Bei Borussia Dortmund klafft aktuell eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Nach einer enttäuschenden Bundesliga-Saison drohen die Schwarz-Gelben die Champions-League-Qualifikation zu verpassen. Auch deshalb stehen beim BVB tiefgreifende Kaderanpassungen bevor. Dabei prallen wirtschaftlicher Druck und sportliche Ziele in diesem Transfersommer besonders aufeinander. Zwar werden die finanziellen Verluste, die eine mögliche verpasste Champions-League-Qualifikation mit sich bringen würde, durch die Einnahmen der Klub-WM aufgefangen, allerdings ist der BVB auch weiterhin auf Einnahmen durch Spielerverkäufe angewiesen. 
 
Das Problem dabei: Durch die schwache Saison haben nur wenige BVB-Spieler das Potenzial, dem Verein hohe Ablösesummen in die Kassen zu spülen – und diese Spieler will der Verein eigentlich halten. Der Spagat zwischen Anspruch und Realität wird zur Herkulesaufgabe für Sportdirektor Sebastian Kehl und die vielkritisierte BVB-Führungsetage. Es gilt, den Abgang von zu vielen Schlüsselspielern zu verhindern und gleichzeitig den Kader zu verstärken. Sports Illustrated nennt die größten BVB-Transferbaustellen 

Borussia Dortmund: Diese Stars könnten gehen 

Stürmer Serhou Guirassy hat sich zwar als BVB-Top-Torjäger etabliert, doch Sky-Experte Didi Hamann brachte kürzlich einen möglichen Verkauf ins Spiel. Angesichts seines Alters (29) und einer Ausstiegsklausel könnte ein Transfer bis zu 80 Millionen Euro einbringen – Geld, das der BVB für Reinvestitionen gut gebrauchen könnte.  

Auch auf den Flügeln bahnen sich Veränderungen an: Jamie Gittens befindet sich in einer sportlichen Krise und hat seinen Stammplatz verloren. Mit kolportiertem Interesse vom FC Chelsea und einem Marktwert von rund 50 Mio. Euro wäre er ein potenzieller Verkaufskandidat. Ebenso hat Karim Adeyemi das Interesse von zahlreichen Vereinen – vor allem aus Italien – auf sich gezogen. Ein Verkauf gilt allerdings als unwahrscheinlich.  

Auch bei Kreativspieler Julian Brandt, dessen Leistungen der BVB-Führung wohl zu unbeständig sind, stehen die Zeichen auf Trennung. Sein Vertrag läuft noch bis 2026, weshalb der BVB in diesem Sommer letztmals eine Ablösesumme kassieren würde. Medienberichten zufolge ist Werder Bremen an einem Transfer interessiert. Zudem gelten Niklas Süle, Marcel Sabitzer, Salih Özcan und Giovanni Reyna als Abgangskandidaten 

Marcel Sabitzer und Julian Brandt von Borussia Dortmund
Auch sie hat Kovač wieder in die Spur bekommen: Marcel Sabitzer und Julian Brandt
Credit: Imago
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Borussia Dortmund: Leihspieler halten

Zwei Spieler, die im Winter auf Leihbasis nach Dortmund kamen und sich mit starken Leistungen in den Vordergrund gespielt haben, stehen besonders im Fokus der BVB-Planungen. Linksverteidiger Daniel Svensson (vom FC Nordsjælland ausgeliehen) und etablierte sich schnell als Stammspieler. Erreicht der Schwede die Anzahl von 15 Pflichtspieleinsätzen, greift eine Kaufpflicht in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Selbst wenn diese Marke nicht erreicht wird, ist auszuschließen, dass Svensson nicht beim BVB bleibt.  

Auch Carney Chukwuemeka, der vom FC Chelsea auf Leihbasis ins BVB-Mittelfeld gekommen war, spielt sich mehr und mehr in den Vordergrund. Auch wenn der 21-Jährige immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, zeigte er sein riesiges Potenzial. Medienberichten zufolge arbeitet Dortmund an einer festen Verpflichtung oder zumindest einer verlängerten Leihe. Die Kaufoption der Borussen liegt im Sommer bei kolportierten 35 Millionen Euro – gut möglich, dass der BVB versucht, den Preis zu drücken. 

Borussia Dortmund: Neue Stars sollen kommen 

Fest steht: Der BVB-Kader braucht eine Auffrischung – sowohl in der Kaderbreite als auch in Sachen Qualität. Als mögliches Transferziel wurde zuletzt Oleksandr Zinchenko genannt. Der ukrainische Nationalspieler vom FC Arsenal kann als Linksverteidiger und im Mittelfeld agieren. Fraglich, ob die Borussia Zinchenkos hohes Gehalt stemmen würde, wenn Svensson intern als Linksverteidiger der Zukunft betrachtet wird. Zudem wurde über die Rückkehr von Jadon Sancho zuletzt spekuliert. Auch in diesem Fall machen die finanziellen Rahmenbedingungen einen Transfer nur schwer vorstellbar. 

Aus der Bundesliga sind laut Medienberichten Ko Itakura von Borussia Mönchengladbach und Bremens Romano Schmidt in den BVB-Fokus gerückt. Außenspieler Schmidt wäre wohl für etwa 15 Millionen Euro zu haben und könnte als Flügel- und Kreativspieler die Abgänge von Brandt und Gittens auffangen. Für eine ähnliche Summe dürfte auch Itakura zu haben sein. Der Gladbach-Star kann sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld agieren und würde die taktische Flexibilität der Borussia erhöhen. 

Als Verstärkung für das Mittelfeldzentrum befinden sich zudem Yasin Ayari von Brighton & Hove Albion, Pavel Šulc von Viktoria Pilsen und Edson Alvarez von West Ham United auf dem Radar. Speziell Alvarez galt bereits im vergangenen Sommer als Wunschspieler des BVB. Nach einer enttäuschenden Saison auf der Insel wäre der Mexikaner wohl für 35 Millionen Euro zu haben. Außerdem müsste sich der BVB im Falle eines Guirassy-Abgangs auf die Suche nach einem neuen Mittelstürmer machen, da die aktuell verliehenen Sebastien Haller und Youssoufa Moukoko wohl keine Zukunft in Schwarz-Gelb mehr haben. Hier gilt Mainz-Star Jonathan Burkhardt als potenzielles Transferziel. 

Fakt ist: Sportdirektor Sebastian Kehl und der BVB-Führung steht ein turbulenter Transfersommer mit einigen Baustellen bevor.  
 
 



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