Formel-1-Star Max Verstappen: "Klar will ich immer dominieren"
- Max Verstappen im Sports-Illustrated-Interview
- Red-Bull-Star Verstappen: "Klar will ich immer dominieren"
- Verstappen wünscht sich 19 Formel-1-Saisonrennen
Sports Illustrated: Die Formel 1 wird ständig von Gerüchten und Geschichten begleitet, oft geht es dabei auch um Sie. Wie gehen Sie damit um, befassen Sie sich damit?
Max Verstappen: Nicht wirklich, um ehrlich zu sein. Klar, irgendwer erzählt immer irgendetwas. Aber ich bin allein auf mich und mein Leben fokussiert, ob auf oder neben der Strecke.
Sports Illustrated: Was ändert sich für Sie und wie verändern Sie sich, wenn Sie vor einem Rennen ins Auto steigen?
Verstappen: Ich mache das Ganze schon so lange, dass ich ziemlich leicht in den Race-Modus switchen kann. Ich setze den Helm auf, steige ins Auto und konzentriere mich auf das, was passiert. Genauso leicht kann ich den Race-Modus aber auch wieder abschalten und mich um ganz andere Dinge als Rennfahren kümmern.
Sports Illustrated: In der ersten Saisonhälfte 2024 gewannen Sie fast jedes Rennen. 2025 sieht es anders aus – und die Formel-1 Weltmeisterschaft ist spannend wie lange nicht. Ist das etwas, das Sie als Sportler motiviert und antreibt?
Verstappen: Für den Sport an sich ist das eine gute Sache. Klar will ich immer dominieren!– aber so ist das eben leider nicht. Mal läuft es etwas besser, mal etwas schlechter. Entscheidend ist es zu versuchen, wieder ganz nach vorne zu kommen.
Sports Illustrated: Diese Saison stehen erneut 24 Rennen im Kalender - und künftig könnten es sogar noch mehr werden. Was wäre Ihre Wunschanzahl?
Verstappen: 19! Oder zumindest ein paar weniger, als es im Moment sind. Aber: Es ist, wie es ist. Und wir müssen damit klarkommen. Was die Abfolge der Rennen rund um den Globus angeht, versucht man ja mittlerweile, das Ganze etwas sinnvoller zu gestalten, auch wenn es noch nicht ideal ist. Aber 24 Rennen sind eine ganze Menge!– da kommt es darauf an, die Zeit dazwischen ideal zu nutzen.
Sports Illustrated:Was machen Sie nach einem Rennwochenende, um runterzukommen?
Verstappen: Ich verbringe Zeit mit meiner Familie oder mit Freunden – zum Beispiel im Skiurlaub oder im Warmen. An einem Ort, an dem ich nicht an die Formel 1 denke.

Sports Illustrated: Zu Saisonbeginn war Liam Lawson Ihr Teamkollege, er tauscht nach zwei Rennen das Cockpit mit Yuki Tsunoda, der zuvor für Racing Bulls fuhr. Spielt es für Sie eine Rolle, wer im anderen Red-Bull-Auto sitzt?
Verstappen: Ich habe nichts mitzureden, was diese Entscheidung angeht. Ich konzentriere mich auf meine Performance, dafür werde ich schließlich bezahlt. Aber klar, als Team müssen wir zusammenarbeiten und versuchen, das Auto zu verbessern.
Sports Illustrated: Sie fahren seit 2015 in der Formel 1. Was ist für Sie die größte Veränderung im Sport?
Verstappen: Dass Social Media mittlerweile eine so viel größere Rolle spielt und du viel öfter von Fans überall erkannt wirst. Die Autos ändern sich ständig, aber das war in der Formel 1 immer so. Und dann die zusätzlichen Rennen.
Sports Illustrated: Seit diesem Jahr sind Sie Botschafter der Fashion-Brand AlphaTauri. Wie würden Sie Ihren persönlichen Stil beschreiben?
Verstappen: Ich mag es vor allem schlicht – und AlphaTauri gibt mir da eine große Auswahl an Sachen, die in allen Situationen funktionieren. Ob es sportlicher sein soll, mal etwas schicker für ein Abendessen oder gemütlicher daheim.
Sports Illustrated: Wie packen Sie für ein Rennwochenende?
Verstappen: Ich stelle sicher, dass ich genug Kleidung dabeihabe. Am Rennwochenende trage ich meist die Teamausrüstung, aber für
Anlässe am Abend muss man natürlich ein paar schickere Sachen mitnehmen. Meistens unterstützt mich meine Freundin beim Packen – das hilft.

Mit dem Sports Illustrated-Chefredakteurs Newsletter erhalten Sie aktuelle Sport-News, Hintergründe und Interviews aus der NFL, der NBA, der Fußball-Bundesliga, der Formel 1 und vieles mehr.
Mehr Sport-News:
Ann-Kathrin Bergers Karriere ist einzigartig, ihr Durchhaltevermögen beeindruckend – und ihr Umgang mit den Schicksalsschlägen des Lebens inspirierend. Trotzdem: Ein Märchen ist es für die Nationaltorhüterin nicht. So wurde die 34-Jährige zu Deutschlands Nummer eins.
Emanuel Odiase wollte eigentlich Fußballprofi werden. Heute ist er Deutschlands Box-Hoffnung im Schwergewicht, trainierte bereits mit Megastars wie Anthony Joshua. Am Samstag will er seinen ersten großen Titel gewinnen. Sports Illustrated stellt den Box-Star vor.
Florian Lipowitz ist Deutschlands neue große Radhoffnung. Der 24-Jährige ist ein ausgezeichneter Bergfahrer und Rundfahrtspezialist. Ausgezeichnete Voraussetzungen, um bei der Tour de France im Spitzenfeld mitzufahren.



