Nikola Jokic und "die Basketball-Blamage des Jahrhunderts"
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IMAGO, SID, Stefanos Kyriazis
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"Schande! Basketball-Blamage des Jahrhunderts", schrieb die serbische Boulevard-Zeitung Kurir nach der unerwarteten 86:92 (48:44)-Niederlage gegen Finnland im Achtelfinale am Samstag. Und auch in der Mannschaft war die Enttäuschung greifbar, nachdem der Goldtraum jäh geplatzt war.
"Die Realität ist, dass man bei einem Spiel wie diesem, in einem Turnier wie diesem, körperlich besser vorbereitet sein muss. Wir waren nicht auf diesem Niveau. Das hat gefehlt. Mehrere Spieler waren verletzt, und das hat sich gezeigt", sagte Nationaltrainer Svetislav Pesic. Selbst 33 Punkte von Jokic reichten nicht.
Der Vize-Weltmeister kämpfte im Turnierverlauf mit einigen Blessuren, Kapitän Bogdan Bogdanovic vom NBA-Klub Los Angeles Clippers zog sich in der Gruppenphase eine Oberschenkelverletzung zu und fiel für den Rest der EM aus. Auch Nikola Jovic von Miami Heat klagte über Probleme, legte gegen Finnland aber immerhin trotzdem 20 Punkte auf.
Den Unterschied machten vor allem die 20 Offensivrebounds, die Serbien dem Gegner erlaubte. "Wir sind nicht bereit zum Spiel gekommen, angefangen bei mir als dem Jüngsten. Ich war von Anfang an nicht bereit. Wie der Trainer sagte, haben sie 20 Offensivrebounds geholt, was inakzeptabel ist", sagte Jovic.