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Basketball: Hat die NBA ein Thrombose-Problem?

Verletzungen gehören in der NBA zum Alltagsgeschäft. In den letzten Monaten trat eine bestimmte Verletzung allerdings häufiger bei Spielern auf. Nach Victor Wembanyama zog sich auch Damian Lillard eine Thrombose zu. Warum leiden in den letzten Monaten so viele Spieler an Blutgerinnseln?

Damian Lillard
Credit: Imago
 

Mit 82 Spielen in der regulären Saison ist der Spielplan der NBA ziemlich vollgepackt. Entsprechend groß ist die Belastung für die Spieler, weswegen Verletzungen schwer zu vermeiden sind. Im vergangenen Jahr trat allerdings eine Verletzung häufiger auf: Thrombose. Das Supertalent der NBA, Victor Wembanyama, musste seine Saison frühzeitig aufgrund eines Blutgerinnsels in der Schulter beenden.

Kurz darauf erhielt Damian Lillard die gleiche Prognose. Beim Point Guard der Milwaukee Bucks ist die rechte Wade betroffen. Aussar Thompson von den Detroit Pistons musste die letzten Spiele der Saison 2023/2024 aufgrund des gleichen Problems pausieren. Chris Bosh, Teil der legendären „Big Three“ der Miami Heat, musste 2016 wegen eines Blutgerinnsels sogar seine Karriere frühzeitig beenden.

Chris Bosh in seinem letzten NBA-Spiel vor seiner Diagnose
Chris Bosh in seinem letzten NBA-Spiel vor seiner Diagnose
Credit: Imago
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Grund in diesem Fall war ein Blutgerinnsel in der Lunge, das Risiko einer Lungenembolie zu groß. Lillard und Wembanyama dürften hingegen bald wieder auf den NBA-Court zurückkehren. Thrombose-Vorfälle führen nicht zwingend zum Karriereende, sind aber durchaus gefährlich. Woher kommt der Verletzungs-Trend?

Basketball: Blutgerinnsel häufen sich bei NBA-Spielern

Sind NBA-Spieler anfälliger für Blutgerinnsel? Laut Stephan Moll, Professor für Medizin in der Abteilung für Hämatologie an der University of North Carolina, sei dem nicht so. Laut dem Experten gebe es wenig bis keine Beweise für ein erhöhtes Risiko für Thrombose bei Spitzensportlern.

„Gründe für Blutgerinnsel sind vielfältig“, erklärte Moll der „Yahoo Sport“. „Das kann auch mit Reisestress zusammenhängen. Die Spieler fliegen oft von Spiel zu Spiel. Wenn sie dann am nächsten Tag sofort spielen, könnte dies das Risiko für eine Thrombose erhöhen.“ Trotzdem sei die Wahrscheinlichkeit eines Blutgerinnsels bei NBA-Spielern nicht höher als bei anderen Menschen gleicher Altersklasse.

NBA: Damian Lillard sollte zurückkehren können

Blutgerinnung ist für den menschlichen Körper überlebenswichtig. Durch diesen Prozess können Wunden schnell und gesund verheilen. Sollte sich ein Blutgerinnsel bilden, kann es allerdings gefährlich werden. Vor allem Menschen mit bestimmten Risikofaktoren können davon betroffen sein. Blutgerinnsel können Gefäße in verschiedenen Körperteilen verstopfen und mit dem Blut in andere Bereiche des Körpers gelangen.

Damian Lillard in seinem letzten Spiel am 18. März vor der Diagnose
Damian Lillard in seinem letzten Spiel am 18. März vor der Diagnose
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In der Lunge, Herzen oder Gehirn können sie eine Lungenembolie, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen. Mittlerweile kann man sie jedoch gut behandeln. Blutverdünner sind eine herkömmliche Behandlungsmethode. Damian Lillard wird aktuell mit ihnen behandelt. Spätestens in der nächsten Saison soll er wieder auf dem Parkett stehen können. Dennoch ist dieser gefährliche NBA-Trend etwas, das die Liga-Bosse im Auge behalten sollten.



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